Anti-CA-125 CE/IVD für IHC – Gynäkologische Pathologie

Anti-CA-125 CE/IVD für IHC – Gynäkologische Pathologie

Anti-CA-125/MUC16-Antikörper, die in der klinischen Immunhistochemie (IHC) für die gynäkologische Pathologie eingesetzt werden, dienen als wichtige unterstützende Marker bei der diagnostischen Beurteilung von Ovarial- und verwandten Müllerian-Tumoren. Diese Antikörper zielen spezifisch auf MUC16 ab, ein hochmolekulares transmembranöses Muzin-Glykoprotein, das in vielen epithelialen Ovarialkarzinomen überexprimiert wird und klinisch als Quelle des Serum-Tumormarkers CA-125 bekannt ist.

Überblick über Anti-CA-125/MUC16 für IHC in der gynäkologischen Pathologie

Anti-CA-125-Antikörper detektieren das MUC16-Protein und werden in der IHC als ergänzende Marker zur Diagnose epithelialer Ovarialkarzinome und bestimmter anderer gynäkologischer Malignome verwendet. MUC16 enthält eine ausgedehnte extrazelluläre Domäne aus Tandem-Repeats, die die CA-125-Epitope tragen. Seine starke Expression auf der Oberfläche vieler hochgradiger seröser Ovarialkarzinome und seine Freisetzung ins Blut machen es sowohl zu einem Gewebemarker als auch zu einem Serum-Biomarker.

Diagnostische Bedeutung

  • Unterstützender Marker bei der Ovarialkarzinom-Diagnose: Die Immunfärbung mit Anti-CA-125 hilft, die MUC16-Expression in formalinfixiertem, paraffineingebettetem (FFPE) Gewebe zu lokalisieren. Sie unterstützt die Diagnose von Ovarial-/Müllerian-Epithelkarzinomen in Kombination mit anderen Markern wie PAX8, WT1 und CK7.
  • Differenzierung von nicht-Müllerian-Tumoren: CA-125-IHC kann bei der Unterscheidung von Ovarial-Serumkarzinomen von metastatischen Tumoren helfen, wenn sie innerhalb eines breiteren Antikörper-Panels eingesetzt wird.
  • Ergänzung zum Serum-CA-125: Während Serum-CA-125 weit verbreitet zur Überwachung der Tumorlast und Therapieantwort verwendet wird, liefert die gewebespezifische CA-125-IHC eine direkte Visualisierung der MUC16-Expression, wird jedoch nicht zur prognostischen Graduierung verwendet und korreliert nicht zuverlässig mit der Tumoraggressivität.

Anwendungen und Fortschritte in der Immunhistochemie

  • Optimierung von IHC-Protokollen: Anti-CA-125/MUC16-Antikörper sind für IHC-Workflows mit Antigen-Retrieval und verfeinerten Detektionssystemen optimiert, um die Färbequalität zu verbessern und Hintergrund zu minimieren.
  • Klinische Nutzung: Sie werden häufig als Teil eines IHC-Panels zur Beurteilung hochgradiger seröser Ovarialkarzinome und anderer Müllerian-Tumoren eingesetzt, wobei die Expression in klarzelligen und muzinösen Karzinomen variieren kann.
  • Aufkommende therapeutische Relevanz: MUC16 ist ein aktives Ziel in experimentellen Therapien, einschließlich monoklonaler Antikörper-Ansätze und CAR-T-Zell-Therapien, die auf CA-125-Epitope abzielen.

Wichtige Merkmale von CE/IVD-zertifizierten Anti-CA-125-Antikörpern für IHC

  • Hohe Sensitivität in Müllerian-Tumoren: Validierung für den Nachweis von MUC16-Expression in Ovarial- und verwandten Karzinomen.
  • Zuverlässige FFPE-Kompatibilität: Geeignet für Routine-Pathologielabore.
  • Reproduzierbare Färbung: Gewährleistet konsistente diagnostische Leistung.
  • Regulatorische Standards: CE/IVD-Zertifizierung bestätigt die Einhaltung europäischer Anforderungen für In-vitro-Diagnostika.

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