Anti-Glypican 3 CE/IVD für die Immunhistochemie – Gastrointestinale Pathologie

Anti-Glypican 3 CE/IVD für die Immunhistochemie – Gastrointestinale Pathologie

Glypican-3 (GPC3) ist ein an der Zelloberfläche verankertes Heparansulfat-Proteoglykan, das über eine Glycosylphosphatidylinositol (GPI)-Verankerung an der Plasmamembran befestigt ist. Es gehört zur Glypican-Familie von Proteoglykanen, die eine wichtige Rolle bei der Regulation von Zell-Zell- und Zell-Matrix-Interaktionen während der Entwicklung und bei Erkrankungen spielen.

Biologische Bedeutung von Glypican-3

Biologisch moduliert GPC3 Signalwege, die an der Zellproliferation, Differenzierung, Migration und Apoptose beteiligt sind. Über seine Heparansulfat-Seitenketten kann GPC3 mehrere wachstumsregulierende Signalwege beeinflussen, insbesondere den Wnt/β-Catenin-Signalweg, indem es Ligand-Rezeptor-Interaktionen an der Zelloberfläche erleichtert. Weitere Interaktionen mit wachstumsfaktorbezogenen Signalwegen wurden beschrieben, obwohl die genauen Mechanismen noch nicht vollständig geklärt sind.

GPC3 gilt als onkofetales Protein. Es wird während der Embryonalentwicklung stark exprimiert, insbesondere in der fetalen Leber, ist jedoch in den meisten normalen adulten Geweben weitgehend abwesend oder nur in sehr geringen Mengen vorhanden. Die Re-Expression von GPC3 in malignen Geweben spiegelt eine Dysregulation entwicklungsbedingter Signalprogramme während der Tumorgenese wider.

In der hepatischen Pathologie wird GPC3 in hepatozellulären Karzinomen (HCC) im Vergleich zu nicht-neoplastischem Lebergewebe häufig überexprimiert. Immunhistochemische Studien zeigen konsistent eine zytoplasmatische und/oder membranöse GPC3-Färbung in einem erheblichen Anteil der HCCs, während normale adulte Hepatozyten typischerweise negativ sind.

Die Expression von GPC3 in benignen hepatozellulären Läsionen wie regenerativen oder zirrhotischen Knoten ist ungewöhnlich, aber nicht völlig ausgeschlossen. Gelegentliche schwache oder fokale Färbungen wurden berichtet, insbesondere in dysplastischen Knoten. Dies zeigt, dass eine GPC3-Expression stark auf Malignität hindeutet, jedoch nicht absolut spezifisch für ein HCC ist.

Diagnostischer Nutzen in der gastrointestinalen Pathologie

In der gastrointestinalen und hepatischen Pathologie ist die Glypican-3-Immunhistochemie (IHC) ein etabliertes ergänzendes Hilfsmittel, insbesondere zur Diagnose des hepatozellulären Karzinoms. Die berichteten diagnostischen Sensitivitäten variieren je nach Studie und Probenart, während die Spezifität bei der Unterscheidung von HCC gegenüber benignen Leberläsionen und den meisten Metastasen in der Leber generell hoch ist.

Wichtig ist, dass eine negative GPC3-Färbung ein HCC nicht ausschließt, insbesondere bei gut differenzierten Tumoren oder limitiertem Biopsiematerial. Daher ist GPC3 am effektivsten, wenn es als Teil eines multimarker-immunhistochemischen Panels verwendet wird, meist in Kombination mit Markern der hepatozellulären Differenzierung und malignen Transformation.

Außerhalb der Leber wurde GPC3-Expression bei einer Minderheit nicht-hepatischer Neoplasien dokumentiert, darunter bestimmte gastrointestinale und pankreatische epitheliale Tumoren sowie Tumoren mit hepatoider Differenzierung. Obwohl selten, stellt diese Expression eine potenzielle diagnostische Fallgrube dar, insbesondere bei der Beurteilung von Metastasen in der Leber.

Wesentliche Merkmale von Anti-Glypican-3 CE/IVD-Antikörpern

Anti-GPC3-Antikörper, die für CE-gekennzeichnete und In-vitro-Diagnostika (IVD) entwickelt wurden, sind für den Nachweis des GPC3-Proteins in formalinfixierten, paraffineingebetteten (FFPE) Gewebeschnitten optimiert, die in der routinemäßigen diagnostischen Pathologie Standard sind.

Klinisch validierte Anti-GPC3-Antikörper zeigen typischerweise membranöse und/oder zytoplasmatische Färbemuster, die der bekannten Lokalisation von GPC3 entsprechen. Die Leistungsmerkmale, einschließlich Sensitivität und Färbeintensität, können je nach Antikörper-Klon, Antigen-Retrieval-Bedingungen und Färbeplattform variieren.

Wichtige Merkmale von CE/IVD-validierten Anti-GPC3-Antikörpern sind:

  • Hohe analytische Spezifität für das GPC3-Protein bei Verwendung geeigneter Kontrollen
  • Reproduzierbare Färbeleistung, geeignet für routinemäßige diagnostische Workflows
  • Kompatibilität mit automatisierten Immunfärbesystemen, die Standardisierung und Vergleichbarkeit zwischen Laboren unterstützt

Wenn sie in umfassende immunhistochemische Panels integriert werden, tragen Anti-GPC3-Antikörper wesentlich zur Differentialdiagnose des hepatozellulären Karzinoms und ausgewählter gastrointestinaler und hepatobiliärer Läsionen bei und verbessern die diagnostische Sicherheit in der klinischen Routine.

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