Anti-p57kip2 CE/IVD für IHC - Genitourinäre Pathologie

Anti-p57kip2 CE/IVD für IHC - Genitourinäre Pathologie

p57Kip2 (CDKN1C) ist ein Cyclin-abhängiger Kinase-Inhibitor, der in der Immunhistochemie (IHC) weit verbreitet als prägungsabhängiger Biomarker eingesetzt wird. In Forschungs- und klinischen Diagnoseabläufen ermöglichen Anti-p57Kip2-Antikörper den nukleären Nachweis in formalinfixierten, paraffin-eingebetteten (FFPE) Geweben und unterstützen die Interpretation innerhalb von Panels für Gestations-Trophoblast- und Reproduktionspathologie, wenn sie mit Morphologie und molekularen Tests integriert werden.

Biologische Bedeutung von p57Kip2

  • p57Kip2 (CDKN1C) ist ein Zellzyklus-Inhibitor und Tumorsuppressor-Protein, das einen G1-Phasen-Arrest induziert und die zelluläre Proliferation negativ reguliert.
  • Das Gen ist paternal geprägt (imprinted) und maternal exprimiert – eine Eigenschaft, die die diagnostischen Färbemuster direkt beeinflusst.
  • Eine veränderte Expression trägt zu einer abnormalen Wachstumsregulation und prägungsbedingten Krankheitsprozessen bei, was seine Relevanz in der Entwicklungs- und onkologischen Pathologie unterstreicht.

Diagnostischer Nutzen von p57Kip2 in der Gestations-Trophoblast- und Reproduktionspathologie

  • Die nukleäre p57Kip2-Expression spiegelt den maternalen genomischen Beitrag wider; ein Fehlen der Färbung korreliert mit androgenetischen Läsionen wie der kompletten Hydatidenmole.
  • Meta-Analysen zu trophoblastischen Gestationserkrankungen berichten von einer hohen diagnostischen Leistung (AUC ≈ 0,98) bei der Unterscheidung der kompletten Hydatidenmole von ihren histologischen Imitatoren, wenn die p57-IHC innerhalb algorithmischer Arbeitsabläufe eingesetzt wird.
  • Die Immunfärbemuster sind in FFPE-Geweben reproduzierbar und helfen bei der Differenzierung verwandter Entitäten; die Interpretation sollte jedoch bekannte Einschränkungen berücksichtigen, wie seltene biparentale komplette Molen, Mosaizismus oder den Erhalt des maternalen Chromosoms 11, und sollte mit der Morphologie und, falls indiziert, mit einer Genotypisierung korreliert werden.

Technische Merkmale von Anti-p57Kip2-Antikörpern

  • Monoklonale Antikörper zeigen eine nukleäre Immunreaktivität in Zytotrophoblasten und villösen Mesenchymzellen in FFPE-Schnitten.
  • Kompatibel mit routinemäßigen formalinfixierten, paraffin-eingebetteten Arbeitsabläufen in histopathologischen Laboratorien.
  • Vorgesehen für die unterstützende Anwendung neben Histomorphologie und Molekularanalyse zur Verbesserung der diagnostischen Genauigkeit, nicht als alleiniger Test.

 

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