Anti-PLAP CE/IVD für IHC - Genitourinäre Pathologie

Anti-PLAP CE/IVD für IHC - Genitourinäre Pathologie

Die plazentale alkalische Phosphatase (PLAP) ist ein membrangebundenes Glykoprotein-Enzym, das zur Familie der Isoenzyme der alkalischen Phosphatase gehört. Unter physiologischen Bedingungen beschränkt sich die PLAP-Expression weitgehend auf das trophoblastische Gewebe der Plazenta, während sie in den meisten normalen somatischen Geweben Erwachsener nur minimal ausgeprägt ist. Eine Re-Expression von PLAP wurde bei Keimzelltumoren und ausgewählten Malignomen umfassend dokumentiert, was seine etablierte Rolle als immunhistochemischer Marker in der diagnostischen chirurgischen Pathologie unterstützt.

Biologische Bedeutung von PLAP

  • PLAP stellt ein Isoenzym der plazentalen alkalischen Phosphatase dar, das vorwiegend mit der trophoblastischen Differenzierung und der Biologie der Keimzelllinie assoziiert ist.
  • Über eine aberrante PLAP-Expression wurde bei mehreren Tumorarten berichtet, am deutlichsten bei testikulären Keimzellneoplasien, bei denen eine Gen- und Proteinüberexpression in großen Tumorkohorten nachgewiesen wurde.
  • Immunhistochemische Studien zeigen konsistent eine starke PLAP-Expression beim Seminom und bei der intratubulären Keimzellneoplasie (ITGCN), was die zugrunde liegenden Keimzell-Differenzierungswege widerspiegelt.

Diagnostischer Nutzen von PLAP in der urogenitalen Pathologie

  • Die PLAP-Immunreaktivität weist eine hohe Sensitivität für Seminome und verwandte Keimzelltumoren auf, wobei berichtete Positivitätsraten bei seminomatösen Komponenten nahe 96–98 % liegen.
  • Die Färbemuster sind typischerweise membranös mit variabler zytoplasmatischer Akzentuierung und beim Seminom oft diffus, was zur Differenzialdiagnose beiträgt, wenn sie zusammen mit zusätzlichen Keimzellmarkern interpretiert werden.
  • Tissue-Microarray-Analysen bestätigen, dass PLAP ein nützlicher Bestätigungsmarker bei vermuteten metastasierten Keimzelltumoren ist; die Interpretation innerhalb eines multiparametrischen IHC-Panels wird jedoch empfohlen, da eine PLAP-Expression auch bei anderen Malignomen auftreten kann.
  • Neuere Studien haben eine PLAP-Positivität in einer Untergruppe von Urothelkarzinomen identifiziert, was das Spektrum der Tumoren erweitert, bei denen eine PLAP-Expression auftreten kann.

Hauptmerkmale von Anti-PLAP-Antikörpern in der Immunhistochemie

  • Monoklonale Anti-PLAP-Antikörper werden in der Immunhistochemie zum Nachweis in formalinfixierten, in Paraffin eingebetteten (FFPE) Geweben unter Verwendung enzymbasierter chromogener Detektionssysteme eingesetzt.
  • Bestimmte Antikörperklone erkennen sowohl klassisches PLAP als auch PLAP-ähnliche Isoformen, was einen sensitiven Nachweis über verschiedene Subtypen von Keimzelltumoren hinweg unterstützt.
  • Eine starke und diffuse Färbeintensität wird häufig bei Seminomen und ITGCN-Proben beobachtet, was auf hohe Antigen-Expressionsniveaus hindeutet.
  • Für eine optimale diagnostische Genauigkeit wird PLAP typischerweise in multiparametrische Keimzelltumor-IHC-Panels integriert, die Marker wie OCT3/4, SALL4, CD117 und D2-40 enthalten können, wobei die Interpretation durch den morphologischen Kontext geleitet wird.

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