Proteasomen sind proteolytische Multienzymkomplexe, die mit Ubiquitin markierte Proteine abbauen, um die Proteinhomöostase aufrechtzuerhalten und verschiedene zelluläre Prozesse wie Zellzyklus, Signalübertragung und Stressantworten zu regulieren. Das 26S-Proteasom, bestehend aus dem 20S-Katalysekern und 19S-Regulationspartikeln, weist mehrere proteolytische Aktivitäten auf: Chymotrypsin-ähnlich, Trypsin-ähnlich und Caspase-ähnlich. Die genaue Messung dieser Aktivitäten ist entscheidend, um die Funktion des Proteasoms zu verstehen und Proteasom-Inhibitoren als therapeutische Wirkstoffe zu identifizieren.
Anwendungen
- Grundlagenforschung: Verständnis der Funktion, Regulation und Substratspezifität von Proteasomen
- Krankheitsforschung: Untersuchung von Proteasom-Dysfunktionen bei Krebs, neurodegenerativen und immunologischen Erkrankungen
- Wirkstoffforschung: Screening und Charakterisierung von Proteasom-Inhibitoren als potenzielle Therapeutika
- Qualitätskontrolle: Überwachung der Proteasomaktivität bei der Herstellung rekombinanter Proteine oder in Zellkultursystemen
Proteasom-Assay-Kits mit fluorogenen Substraten und Affinitätsanreicherung bieten robuste und empfindliche Methoden zur Messung der Proteasomaktivität in verschiedenen biologischen Proben. Diese Kits sind unverzichtbar für das Verständnis der Proteasombiologie und die Entwicklung proteasomzielgerichteter Therapien.
