E-Cadherin (kodiert durch CDH1) ist ein transmembranäres Zell-Zell-Adhäsionsprotein, das eine zentrale Rolle bei der Integrität des Epithels spielt.
In der diagnostischen chirurgischen Pathologie wird der immunhistochemische (IHC) Nachweis von E-Cadherin als etablierter Biomarker verwendet, um:
- invasives lobuläres Karzinom (ILC) gegenüber invasivem duktalem Karzinom (IDC) der Brust differentialdiagnostisch zu identifizieren, da der Verlust der membranösen E-Cadherin-Färbung ein Kennzeichen vieler lobulärer Läsionen ist.
- prognostische oder phänotypische Informationen bei ausgewählten gynäkologischen Tumoren (Endometrium- und Ovarialkarzinome) zu liefern, wobei eine reduzierte E-Cadherin-Expression mit höherem Grad, Invasivität oder distincter Tumorbiologie korreliert.
Wichtige Vorteile & klinische Anwendungen
- Differentialdiagnose lobulärer vs. duktaler Brustläsionen: klare, membranöse Färbung bei duktalen Phänotypen und fehlende/abgeschwächte membranöse Färbung bei klassischen lobulären Phänotypen; häufig zusammen mit p120/β-Catenin-Panels für eine konkorante Interpretation verwendet.
- Adjuvans in gynäkologischen Panels: unterstützt die Graduierung/Invasionsbeurteilung beim Endometriumkarzinom und kann zur Subtypklassifikation bei epithelialen Ovarialtumoren beitragen.
- Validiert für FFPE-Gewebe und automatisierte Plattformen: viele CE/IVD-Klone (EP6, HECD-1 und andere) sind für formalinfixiertes, paraffineingebettetes Material und für automatisierte Färbeautomaten in klinischen Labors optimiert.
- Harmonisierung & Klon-Auswahl: jüngste multizentrische Arbeiten heben die Inter-Klon-Variabilität hervor und empfehlen harmonisierte Interpretationskriterien sowie die Auswahl validierter Klone, um Diskordanzen in schwierigen Fällen zu reduzieren.
Diese klinischen Nutzen machen robuste, CE-gekennzeichnete (CE/IVD) Anti-E-Cadherin-Reagenzien essenziell für Pathologie-Labore, die validierte, regulierungskonforme IVD-Werkzeuge für die Routinediagnostik und klinisch relevante Panels benötigen.



