Anti-Vimentin CE/IVD für IHC – Gynäkologische Pathologie

Anti-Vimentin CE/IVD für IHC – Gynäkologische Pathologie

Vimentin ist ein Protein der Typ-III-Intermediärfilamente, das weit verbreitet in Zellen mesenchymalen Ursprungs exprimiert wird und während der epithelial-mesenchymalen Transition (EMT) dynamisch reguliert wird. Der Nachweis von Vimentin mittels Immunhistochemie (IHC) an formalinfixiertem, paraffineingebettetem (FFPE) Gewebe ist eine etablierte Methode, um mesenchymale Differenzierung zu dokumentieren, bei der Linienzuordnung zu helfen und epitheliale Marker in schwierigen diagnostischen Szenarien zu ergänzen. Anti-Vimentin-Antikörper, die CE-gekennzeichnet für In-vitro-Diagnostik (CE/IVD) sind, bieten validierte Reagenzien für klinische Pathologielabore.

Diagnostische Anwendung in der gynäkologischen Pathologie

In der gynäkologischen Praxis hat Vimentin-IHC als Teil eines Immunpanels bewährten Wert, um den Ursprungsort und die Differenzierung zu bestimmen:

  • Endometrium- vs. Endozervix-Adenokarzinom: Endometriale (uterine) endometrioid Karzinome exprimieren häufig zytoplasmatisches Vimentin, während die meisten primären Endozervix-Adenokarzinome Vimentin-negativ sind; die kombinierte Interpretation mit Markern wie ER, p16 und CEA verbessert die diagnostische Genauigkeit. Dieser Unterschied ist in vergleichenden Studien und Serien wiederholt dokumentiert.
  • Karzinosarkome und sarkomatoide Veränderungen: Vimentin hebt mesenchymale/sarkomatöse Komponenten in gemischten Müller-Tumoren hervor und unterstützt die Erkennung biphasischer Differenzierung.
  • Andere gynäkologische Tumoren: Die Vimentin-Expression wird zusammen mit Linienmarkern (PAX8, CKs, Desmin, SMA) zur Klassifikation ambiger oder hochgradiger Läsionen verwendet. Jüngste multizentrische Pathologie-Reviews bestätigen die Rolle von IHC-Panels (einschließlich Vimentin) in zeitgenössischen gynäkologischen Tumorabklärungen.

Anwendung in der Brustpathologie

Vimentin ist kein eigenständiger diagnostischer Marker in der Routinediagnostik des Mammakarzinoms, ist aber in spezifischen Kontexten informativ:

  • Metaplastische (spindelzellige) und sarkomatoide Karzinome: Diese Tumoren zeigen häufig Vimentin-Positivität in ihren mesenchymalen Komponenten und Vimentin hilft bei der Unterscheidung metaplastischer Elemente von rein epithelialen Mustern, wenn es mit Zytokeratinen und Linienmarkern kombiniert wird.
  • Basal-like / triple-negative Phänotypen und EMT-Merkmale: Studien verknüpfen Vimentin-Expression mit EMT-Merkmalen, höherem Grad und basal-ähnlichen Profilen in Subgruppen von Mammakarzinomen und machen es nützlich für Forschung und ausgewählte diagnostische Panels.

Wichtige Merkmale von CE/IVD-validierten Anti-Vimentin-IHC-Antikörpern

  • Validiert für FFPE-Gewebe und routinemäßige histopathologische Workflows.
  • Hohe analytische Sensitivität und Spezifität für den Vimentin-Protein-Nachweis bei Testung gegen Standard-Positiv-/Negativ-Kontrollen.
  • Reproduzierbare Färbemuster über Labore hinweg bei Einhaltung empfohlener Protokolle (Antigen-Retrieval, Verdünnung und Detektionssysteme).
  • Geeignet für Multiplex-Panels (gemeinsam mit Zytokeratinen, PAX8, ER/PR, p16, CEA, Desmin usw.) zur Linienbestimmung.
  • Nützlich als Qualitätskontrollmarker für stromale/mesenchymale Elemente in Gewebeschnitten.

 

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