Anti-Inhibin alpha CE/IVD für IHC - Genitourinäre Pathologie

Anti-Inhibin alpha CE/IVD für IHC - Genitourinäre Pathologie

Anti-Inhibin-alpha-Antikörper sind etablierte Reagenzien für die Immunhistochemie (IHC), die in der diagnostischen Pathologie zur Unterstützung der Tumorklassifizierung eingesetzt werden, insbesondere in der urogenitalen und Nebennierenpathologie. Inhibin-alpha (INHA) ist ein Glykoprotein, das zur Transforming-Growth-Factor-β (TGF-β)-Superfamilie gehört und an der endokrinen Signalübertragung sowie an der Funktion steroidogener Gewebe beteiligt ist. Aufgrund seines charakteristischen Expressionsmusters in Keimstrang-Stroma-Zellen und Nebennierenrindenzellen dient INHA als wertvoller Biomarker, wenn er innerhalb eines multiparametrischen immunhistochemischen Panels und nicht als einzelner diagnostischer Marker interpretiert wird.

Biologische Bedeutung von Inhibin-alpha

  • Inhibin-alpha ist Teil heterodimerer Inhibin-Hormone, die die Sekretion des follikelstimulierenden Hormons (FSH) über endokrine Feedback-Mechanismen negativ regulieren.
  • Physiologische Expression wird in Sertoli-Zellen und Leydig-Zellen des Hodens, in Granulosazellen des Ovars sowie im Nebennierenrindengewebe beobachtet, was seine Assoziation mit steroidogener Differenzierung widerspiegelt.
  • Experimentelle und translationale Studien deuten auf potenzielle Rollen bei der Zellproliferation und Tumobiologie hin; diese funktionellen Mechanismen sind jedoch noch unvollständig definiert, und die derzeitige klinische Verwendung basiert primär auf der Expression und nicht auf mechanistischen Erkenntnissen.

Diagnostischer Nutzen in der urogenitalen und Nebennierenpathologie

  • Die INHA-Immunreaktivität zeigt eine hohe Sensitivität bei vielen testikulären und ovariellen Keimstrang-Stromatumoren, einschließlich Sertoli- und Leydig-Zell-Neoplasien, während den meisten Keimzelltumoren die Expression fehlt.
  • Nebennierenrindenadenome und -karzinome zeigen häufig eine zytoplasmatische INHA-Färbung, was den Einsatz in der Differenzialdiagnose von Nebennieren- und retroperitonealen Raumforderungen unterstützt.
  • Groß angelegte Immunprofiling-Studien zeigen eine INHA-Expression bei mehreren zusätzlichen Tumortypen; daher sollte die Interpretation innerhalb eines Panels erfolgen, das je nach klinischem Kontext Marker wie SF-1, Calretinin oder Melan-A enthalten kann. INHA allein begründet keine Linienspezifität.

Analytische und technische Merkmale von Anti-Inhibin-alpha-Antikörpern

  • Monoklonale Antikörper gegen Inhibin-alpha werden von den Herstellern üblicherweise mittels Immunoassays und gewebebasierten Methoden validiert; Validierungsparameter und Leistungsmerkmale sind klonspezifisch und sollten in Laborprotokollen verifiziert werden.
  • In diagnostischen Proben liefern optimierte Protokolle typischerweise eine reproduzierbare zytoplasmatische Färbung in steroidogenen Zellen, was mit der bekannten Proteinlokalisation übereinstimmt.
  • Reagenzien mit CE-IVD-Kennzeichnung werden unter regulatorischen Rahmenbedingungen hergestellt, die die analytische Konsistenz und standardisierte klinische Arbeitsabläufe unterstützen sollen; der regulatorische Status spiegelt jedoch Herstellungs- und Qualitätsanforderungen wider und nicht die inhärente biologische Spezifität.
 
 

 

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