Anti-EpCAM CE/IVD für die Immunhistochemie – Gastrointestinale Pathologie

Anti-EpCAM CE/IVD für die Immunhistochemie – Gastrointestinale Pathologie

EpCAM (epitheliales Zelladhäsionsmolekül; CD326; EPCAM/TACSTD1) ist ein 35–40 kDa großes Typ-I-Transmembran-Glykoprotein, das überwiegend auf der basolateralen Membran einfacher, pseudostratifizierter und Übergangsepithelzellen exprimiert wird. Physiologisch wird EpCAM stark im Darmepithel exprimiert und ist ebenfalls im pankreatischen, biliären und kolorektalen Schleimhautepithel vorhanden. Neben seiner klassischen Funktion bei der calciumunabhängigen Zell-Zell-Adhäsion trägt EpCAM zur epithelialen Homöostase, Proliferation, Differenzierung, Aufrechterhaltung von Stammzellen und zur intrazellulären Signalübertragung durch Interaktionen mit dem WNT/β-Catenin-Signalweg sowie nachgeschalteten Zielmolekülen wie c-Myc bei. Die aberrante Überexpression bei epithelialen malignen Tumoren hat EpCAM zu einem wichtigen Biomarker in der Diagnostik gastrointestinaler Karzinome und in der translationalen onkologischen Forschung gemacht.

Biologische Bedeutung von EpCAM

  • Vermittelt die calciumunabhängige Adhäsion epithelialer Zellen und trägt zur Aufrechterhaltung der Gewebearchitektur bei.
  • Reguliert die Proliferation, Differenzierung und Regeneration epithelialer Gewebe.
  • Beteiligt sich an der intrazellulären Signalübertragung nach regulierter intramembranärer Proteolyse und Freisetzung der intrazellulären EpICD-Domäne.
  • Ist mit epithelialen Stammzell-Phänotypen und der Tumorprogression bei gastrointestinalen malignen Erkrankungen assoziiert.
  • Zeigt eine besonders hohe physiologische Expression im Darmepithel und wird auch in pankreatobiliären Epithelzellen exprimiert.

Diagnostischer Nutzen von EpCAM in der gastrointestinalen Pathologie

  • Dient als sensitiver Marker für die epitheliale Differenzierung bei gastrointestinalen Adenokarzinomen.
  • Eine starke membranöse Färbung wird häufig bei kolorektalen Adenokarzinomen, gastrischen Adenokarzinomen, duktalen Pankreasadenokarzinomen, Cholangiokarzinomen und vielen metastatischen gastrointestinalen Karzinomen beobachtet.
  • Hilft bei der Unterscheidung epithelialer Karzinome von vielen mesenchymalen und lymphoiden Neoplasien und kann bei der Differentialdiagnose ausgewählter neuroendokriner Neoplasien in Kombination mit linienspezifischen Markern hilfreich sein.
  • Unterstützt die Identifizierung metastatischer Adenokarzinomablagerungen in Lymphknoten, Leber und serösen Oberflächen.
  • Ergänzt Marker wie CK7, CK20, CDX2, SATB2, MUC1 und MUC2 zur Tumorklassifikation und Bestimmung des Primärortes. Die EpCAM-Expression sollte bei schlecht differenzierten Karzinomen und Tumoren mit epithelial-mesenchymaler Transition vorsichtig interpretiert werden, da die Expression reduziert oder verloren sein kann.

Hauptmerkmale von CE-IVD Anti-EpCAM-Antikörpern für die IHC

  • CE-gekennzeichnet für die In-vitro-Diagnostik an formalinfixierten, paraffineingebetteten (FFPE) Geweben.
  • Optimiert für automatisierte und manuelle immunhistochemische Arbeitsabläufe.
  • Zeigt typischerweise eine klare membranöse Färbung mit minimalem Hintergrundsignal.
  • Geeignet für die Typisierung gastrointestinaler Tumoren und die Charakterisierung metastatischer Tumoren.
  • Erhältlich in gebrauchsfertigen und konzentrierten Formaten, kompatibel mit wichtigen Färbeplattformen.

 

 

Schnitt eines Endometriumkarzinoms

 

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