Maltulose ist ein Disaccharid aus einer Glucose- und einer Fructose-Einheit, die über eine α-(1→4)-glykosidische Bindung verknüpft sind. Die Summenformel lautet C12H22O11, identisch mit vielen anderen Disacchariden, doch die spezifische Bindung unterscheidet sie strukturell und funktionell. Maltulose gehört zu den reduzierenden Zuckern, da die Fructose-Einheit einen freien anomeren Kohlenstoff besitzt.
Chemisch besteht Maltulose aus einer α-D-Glucopyranosyl-Einheit, die an Position 4 einer β-D-Fructofuranose-Einheit gebunden ist. Diese Bindung unterscheidet sich von Saccharose, die eine α-(1→2)-Bindung aufweist, und verleiht Maltulose andere metabolische Eigenschaften.
Maltulose entsteht natürlich bei der Stärkehydrolyse und findet Anwendung in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie dank ihrer Süßkraft und funktionellen Eigenschaften. Sie ist weniger süß als Saccharose und Maltose, hat jedoch einen niedrigeren glykämischen Index, was sie für diätetische Formulierungen zur Blutzuckerregulierung interessant macht.
Enzymatisch kann Maltulose durch spezifische Enzyme in Glucose und Fructose gespalten werden, die anschließend in der Glykolyse verstoffwechselt werden. Ihre Rolle im Stoffwechsel, ihr Nährwert und ihre biochemischen Eigenschaften machen Maltulose in der Kohlenhydratchemie und angewandten Wissenschaften bedeutsam.
Zusammenfassung
Zusammenfassend ist Maltulose ein α-(1→4)-verknüpftes Glucose-Fructose-Disaccharid mit wichtigen chemischen, ernährungsphysiologischen und industriellen Eigenschaften, die sich deutlich von anderen gängigen Disacchariden unterscheiden.

