Anti-Chromogranin-A-CE/IVD für die Immunhistochemie – Gastrointestinale Pathologie

Anti-Chromogranin-A-CE/IVD für die Immunhistochemie – Gastrointestinale Pathologie

Chromogranin A (CgA) ist ein stark saures Glykoprotein, das in den "Dense-Core"-Sekretgranula neuroendokriner Zellen exprimiert wird, die über den gesamten Magen-Darm-Trakt und die Bauchspeicheldrüse verteilt sind. Als Mitglied der Granin-Familie regulierter Sekretionsproteine wird CgA zusammen mit Peptidhormonen und biogenen Aminen in neuroendokrinen sekretorischen Vesikeln gespeichert und spielt eine Rolle bei der Bildung von Sekretgranula sowie der Hormonexozytose. Es wird zudem in mehrere biologisch aktive Peptide gespalten, die autokrine und parakrine Funktionen innerhalb der Tumormikroumgebung und physiologischer Systeme ausüben.

Biologische Bedeutung von Chromogranin A

In der normalen Magen-Darm-Schleimhaut kommt CgA in endokrinen Zellen vor und ist das wichtigste Graninprotein, das in vielen neuroendokrinen Geweben exprimiert wird. Immunhistochemische Studien haben eine intensive CgA-Färbung in endokrinen Zellen vom Magen bis zum Rektum gezeigt, was seine Allgegenwärtigkeit unter den neuroendokrinen Zellpopulationen im Verdauungstrakt unterstreicht. Die CgA-Expression spiegelt das Vorhandensein von "Dense-Core"-Granula wider, die charakteristisch für eine neuroendokrine Differenzierung sind. Dieses biologische Attribut bildet die Grundlage für seine diagnostische Bedeutung: CgA ermöglicht die Visualisierung und Identifizierung von Zellen neuroendokriner Herkunft sowie von Tumoren in gastrointestinalen Geweben, die sonst in der Routinehistologie nicht unterscheidbar wären.

Diagnostischer Nutzen in der gastrointestinalen Pathologie

In der gastrointestinalen Pathologie ist die CgA-Immunhistochemie ein etablierter Marker für die neuroendokrine Differenzierung und gehört routinemäßig zu den Panels zur Charakterisierung vermuteter neuroendokriner Neoplasien (NENs). Neuroendokrine Tumoren (NETs) des gastroenteropankreatischen Systems zeigen häufig eine robuste CgA-Expression, was bei der Abgrenzung von nicht-neuroendokrinen Karzinomen hilft. Die CgA-Färbung ist besonders wertvoll, da viele NETs CgA unabhängig von Hormonsyndromen sezernieren, was eine hohe Sensitivität beim Nachweis sowohl funktioneller als auch nicht-funktioneller Tumoren bietet. Allerdings können die Muster der CgA-Expression zwischen den Tumorsubtypen variieren: Beispielsweise können einige Rektumkarzinoide eine geringere CgA-Immunreaktivität aufweisen, was die Bedeutung der Antikörperauswahl und umfassender Marker-Panels unterstreicht.

Über die qualitative Diagnose hinaus trägt die CgA-Immunhistochemie zur pathologischen Klassifizierung und Graduierung von NETs bei, was Aufschluss über die Prognose und therapeutische Strategien gibt. In Kombination mit anderen Markern wie Synaptophysin und dem Ki-67-Proliferationsindex hilft CgA dabei, die Charakterisierung der Tumorsubtypen zu verfeinern und den Differenzierungsstatus des Tumors zu beurteilen.

Hauptmerkmale von Anti-Chromogranin A CE/IVD-Antikörpern

Anti-Chromogranin A-Antikörper, die für die CE/IVD-Immunhistochemie entwickelt wurden, sind auf hohe Spezifität und Reproduzierbarkeit in formalinfixierten, paraffineingebetteten (FFPE) Gewebeschnitten ausgelegt. Diese Antikörper zielen auf Epitope innerhalb des CgA-Proteins ab, um intrazelluläre Antigene mittels Lichtmikroskopie in einem klinischen diagnostischen Arbeitsablauf zu visualisieren. Hochwertige Antikörper werden streng an humanen gastrointestinalen Geweben validiert, um eine robuste Färbung CgA-exprimierender neuroendokriner Zellen bei minimalem Hintergrund und geringer Kreuzreaktivität zu gewährleisten.

Monoklonale und polyklonale IHC-Reagenzien unterscheiden sich in ihrer Epitoperkennung: Monoklonale Antikörper bieten eine definierte Epitopspezifität, was die Konsistenz zwischen verschiedenen Chargen verbessert; polyklonale Antikörper können mehrere Epitope erkennen und bieten möglicherweise ein stärkeres Signal in bestimmten Kontexten mit geringer Antigenhäufigkeit. Viele Anti-CgA-Antikörper wurden in begutachteten Studien umfassend referenziert, was ihre Zuverlässigkeit bei der Identifizierung neuroendokriner Tumorpopulationen in gastrointestinalen Biopsien belegt.

CE/IVD-zertifizierte Anti-CgA-IHC-Antikörper sind integrale Bestandteile diagnostischer Pathologie-Assays, die es Pathologen und Forschern ermöglichen, neuroendokrine Differenzierung genau zu erkennen, klinische Entscheidungen zu unterstützen und die Erforschung gastrointestinaler neuroendokriner Krankheitsmechanismen voranzutreiben.

 

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