Maus Kleinhirn-Körnerzellen
Die Entwicklung des Kleinhirns umfasst eine Reihe koordinierter Zellbewegungen und zwei separate Proliferationszonen: die ventrikuläre Zone und die äußere Körnchenzellschicht (EGL), ein aus dem Rhombenlippenbereich stammender Vorläuferpool. Die EGL scheint während der frühen Bildung des Kleinhirns segregiert zu sein und produziert nur Körnchenzellen. Kleinhirn-Körnchenzellen (CGC) sind die am häufigsten vorkommenden Neuronen im Gehirn, etwa 1 x 10^11 bei Menschen. Ihre Axone verlaufen als parallele Fasern entlang der koronalen Achse, und die eindimensionale Ausbreitung der Erregung, die sich aus dieser Anordnung ergibt, ist eine wichtige Annahme in Theorien zur Funktion des Kleinhirns. CGC erhalten inhibitorische synaptische Eingänge von Golgi-Zellen, die durch Gamma-Aminobuttersäure (GABA) vermittelt werden. Während der Entwicklung sowohl in vivo als auch in vitro hängen CGC von der Aktivität des NMDA-Glutamatrezeptor-Subtyps für das Überleben und die vollständige Differenzierung ab. Kulturelle CGC werden weitgehend als Modellsystem zur Untersuchung von neuronaler Apoptose verwendet.
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