Saccharose ist ein Disaccharid, das aus zwei Monosacchariden besteht: Glucose und Fructose. Diese beiden Zuckereinheiten sind durch eine glycosidische Bindung verbunden, genauer gesagt eine α-(1→2)-glycosidische Bindung, bei der das anomere Kohlenstoffatom der Glucose (C1) mit dem anomeren Kohlenstoffatom der Fructose (C2) verknüpft ist. Diese Verbindung macht Saccharose zu einem nicht-reduzierenden Zucker, da beide anomeren Kohlenstoffatome an der Bindung beteiligt sind und sie daher nicht als Reduktionsmittel wirken kann.
Chemisch gesehen hat Saccharose die Summenformel C12H22O11 und ein Molekulargewicht von etwa 342,3 g/mol. Strukturell liegt Glucose in ihrer α-D-Glucopyranose-Form vor, während Fructose in Saccharose die β-D-Fructofuranose-Form annimmt. Dieses Disaccharid wird natürlich von Pflanzen synthetisiert und ist in Produkten wie Zuckerrohr und Zuckerrüben reichlich vorhanden, weshalb es die Hauptbestandteil von Haushaltszucker ist.
Biologische Funktion
Funktionell dient Saccharose vielen Organismen als wichtige Energiequelle. Sie ist stark wasserlöslich und wird durch Enzyme wie Saccharase (Invertase) in Glucose und Fructose gespalten, die anschließend in den Zellatmungswegen zur ATP-Produktion genutzt werden.
Zusammenfassend ist Saccharose ein glycosylisches Glycosid, das aus Glucose und Fructose durch eine spezifische α-(1→2)-glycosidische Bindung gebildet wird und als nicht-reduzierendes, energiereiches Kohlenhydrat in der Natur weit verbreitet ist und als Süßungsmittel intensiv genutzt wird.

