PE (Phycoerythrin)-konjugierte Anti-Meerschweinchen-Antikörper sind hochsensitive fluoreszierende Immunreagenzien, die für den direkten Nachweis von Meerschweinchen-Immunglobulinen entwickelt wurden. Phycoerythrin gilt als eines der hellsten verfügbaren Fluorophore und bietet eine außergewöhnliche Fluoreszenzintensität mit einem breiten Anregungsbereich (496–564 nm) und einem Emissionsmaximum bei etwa 578 nm. Diese Eigenschaften machen PE-Konjugate besonders geeignet für hochsensitive Fluoreszenzassays und Mehrfarbenanalysen mit minimaler spektraler Überlappung.
Formate und Spezifität
PE-konjugierte Antikörper sind als vollständiges IgG (Esel oder Kaninchen) und als F(ab')₂-Fragmente (Kaninchen) erhältlich. Vollständige IgG-Antikörper erkennen sowohl schwere als auch leichte Ketten (H&L) von Meerschweinchen-IgG, während F(ab')₂-Fragmente die Fc-Region nicht enthalten, wodurch die unspezifische Bindung an Fc-Rezeptoren reduziert und die Leistung bei der Färbung lebender Zellen verbessert wird. Die Spezifität wird durch Immunoelektrophorese bestätigt, wobei eine starke Reaktivität mit Meerschweinchen-IgG und leichten Ketten sowie keine nachweisbare Kreuzreaktivität mit Nicht-Immunglobulin-Proteinen gezeigt wird.
Anwendungen und Vorteile
- Hochempfindlicher Nachweis: Ideal für Durchflusszytometrie, Immunfluoreszenz, ELISA und Western Blot-Anwendungen, die helle fluoreszierende Signale erfordern.
- Optimierte Leistung: Empfohlene Verdünnungen umfassen Durchflusszytometrie (1:20–1:250), Immunfluoreszenz (1:50–1:1.000), ELISA (1:500–1:1.000) und Western Blot (1:300–5.000).
- Zuverlässige Multiplex-Analyse: Die außergewöhnliche Helligkeit von PE ermöglicht eine genaue Detektion gering exprimierter Zelloberflächenmarker und unterstützt Mehrfarben-Experimentpanels mit reduzierter spektraler Interferenz.
Lagerung
Diese Antikörper werden typischerweise in PBS oder TBS mit BSA und einem Konservierungsmittel geliefert. Für die kurzfristige Verwendung bei 4°C lagern oder für die Langzeitlagerung bei −20°C mit Glycerin aufbewahren. Um die Fluoreszenzintensität und Stabilität des Konjugats zu erhalten, sollten Proben stets vor längerer Lichteinwirkung geschützt werden.
