Proteinelektrophorese

Proteinelektrophorese

Proteinelektrophorese ist eine Gelelektrophorese-Technik, die die Analyse einer Proteinmischung ermöglicht. Das verwendete Gel besteht aus Acrylamid, das polymerisiert, um ein Netzwerk zu bilden. Die Gelelektrophorese ermöglicht die Trennung von Proteinen zur Analyse und basiert auf der Fähigkeit geladener Proteine, durch das Netzwerk eines Gels zu migrieren, wenn ein elektrischer Strom angelegt wird.

Die Analyse einer Mischung durch Gelelektrophorese wird an denaturierten Proteinen durchgeführt, d. h. Proteinen, die ihre tertiäre und sekundäre Struktur verloren haben. Ein anionisches Detergens bedeckt die denaturierten Polymer-Ketten und verleiht ihnen eine Ladung (konstante Ladung/Aminosäure-Verhältnis). Individuelle Proteine in einer komplexen Mischung werden somit mit negativen Ladungen überzogen. Wenn eine kontinuierliche Spannung zwischen den Enden eines Gels mit der Proteinmischung angelegt wird, migrieren die Proteine durch die Gel-Netze.

Grundsätze der Trennung

  • Molekulargewicht: Das Gel-Netzwerk hält größere Moleküle stärker zurück als kleinere. Moleküle mit niedrigerem Molekulargewicht migrieren schneller durch das Gel.
  • Gel-Dichte: Die Trennungsauflösung kann durch die Verwendung von Gelen mit unterschiedlichen Netzdichten angepasst werden.
  • Molekulargewichts-Marker: Werden während der Migration verwendet, um eine Referenzskala bereitzustellen, die es ermöglicht, die Größe jedes Proteins zu bestimmen.

Visualisierung von Proteinen

Nach der Migration werden Proteine mit spezifischen Färbungen visualisiert. Der am häufigsten verwendete Farbstoff ist Coomassie-Blau, aber auch Silberfärbung ist möglich. Molekulargewichts-Marker helfen bei der Bestimmung der Größe der Proteine in der Mischung.