Statische Urinkonzentratoren

Statische Urinkonzentratoren

Statische Urinkonzentratoren sind passive Ultrafiltrationsgeräte, die für die klinische Diagnostik entwickelt wurden. Sie ermöglichen eine zentrifugenfreie Anreicherung von niedrig konzentrierten Proteinen aus Urin oder Liquor (CSF) ohne spezielle Ausrüstung, wodurch die Proteinanalyse zugänglicher und effizienter wird.

Betriebsprinzip

Absorbierende Pads hinter vertikalen Ultrafiltrationsmembranen erzeugen osmotische Gradienten, die Wasser über 30-120 Minuten verdunsten lassen und so eine 50-200-fache Konzentrierung ohne Zentrifugation, Vakuum oder Hitze erreichen. Dies macht die Geräte ideal für Kliniken ohne Zentrifugenrotoren. PES-Membranen halten Proteine größer als 7,5 kDa zurück (z. B. Bence-Jones-Proteine, Leichtketten), während Salze und Harnstoff passieren, sodass direkt pipettierbare Konzentrate zur Analyse entstehen.

Klinische Anwendungen

Die Hauptanwendung statischer Urinkonzentratoren ist die Anreicherung verdünnter Urinproben zur Diagnose des Multiplen Myeloms und der AL-Amyloidose mittels Immunfixationselektrophorese (IFE), wodurch monoklonale Leichtketten erkannt werden können, die in nativen Proben übersehen werden könnten. Die Verarbeitung von Liquor unterstützt die Biomarker-Detektion bei Erkrankungen wie Meningitis und Multipler Sklerose, während die Anreicherung bakterieller Antikörpertiter (z. B. H. influenzae, S. pneumoniae) Latex-Agglutinationstests verbessert. Im Vergleich zu zentrifugalen Methoden bieten diese Geräte Einsparungen von ca. 30 % durch ihre Einfachheit und minimalen Gerätebedarf.

 

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