Ultrafiltrationskonzentratoren sind fortschrittliche Zentrifugalgeräte, die für die schnelle Konzentrierung von Biomolekülen und den Pufferaustausch in biochemischen und molekularbiologischen Laboren unerlässlich sind. Sie ermöglichen die effiziente Verarbeitung von Probenvolumina von 100 µL bis 100 mL und liefern hohe Rückgewinnungsraten bei Erhalt der molekularen Integrität.
Technologie-Highlights
Vertikale und dual-vertikale Membran-Konfigurationen ermöglichen eine crossflow-ähnliche Filtration während der Zentrifugation (4.000–6.000 × g) und erreichen Konzentrationsfaktoren von 100–400× innerhalb von 15–60 Minuten ohne signifikante Membranverstopfung. Der tangentiale Spüleffekt minimiert die Bildung von Proteingelschichten und Aggregation. Druckangepasste Systeme wie Proteus reduzieren Scherkräfte und eignen sich für empfindliche Targets wie Viren und Nanopartikel.
Biochemische Anwendungen
In der Proteomik werden 10–30 kDa MWCO-Geräte häufig zur Konzentrierung monoklonaler Antikörper (mAb) (15–70 mL Volumen) und zur Entsalzung enzymatischer Verdauungen vor der LC-MS-Analyse eingesetzt. Molekularbiologische Anwendungen umfassen die Konzentrierung und Reinigung von NGS-Bibliotheken und Plasmid-DNA mit Formaten wie Vivaspin 500 oder Vivaspin 6, wodurch Primer und Salze effektiv entfernt werden. In der Virologie ermöglichen Ultrafiltrationsgeräte die Isolierung und Konzentrierung extrazellulärer Vesikel (EVs) und viraler Partikel aus Zellkultur-Überständen. Bioprozess-Workflows können von Zentrifugalkonzentratoren auf Tangentialflussfiltrations-(TFF)-Kassettensysteme für größere Überstandvolumina skalieren.
