Anti-BCL-6 CE/IVD für die Immunhistochemie – Hämatopathologie

Anti-BCL-6 CE/IVD für die Immunhistochemie – Hämatopathologie

B-Zell-Lymphom-6 (BCL6) ist ein nukleärer transkriptioneller Repressor, der vom BCL6-Proto-Onkogen kodiert wird und als immunohistochemischer Marker in der Hämatopathologie weit verbreitet eingesetzt wird. Anti-Bcl-6 CE/IVD-Antikörper werden routinemäßig zur Detektion der BCL6-Proteinexpression in formalinfixierten, paraffineingebetteten (FFPE) Gewebeschnitten angewendet und unterstützen die Klassifikation von B-Zell-Lymphomen und Keimzentrums-abgeleiteten Malignomen.

Biologische Bedeutung von Bcl-6

  • Master-Regulator von Keimzentrums-(GC-)B-Zellen: BCL6 ist essenziell für die Bildung von Keimzentren und reguliert das transkriptionelle Programm, das eine schnelle Proliferation und Antikörper-Affinitätsreifung ermöglicht.
  • Netzwerk der transkriptionellen Repression: BCL6 bindet an zahlreiche Promotoren und reprimiert Gene, die an DNA-Schadensantworten, Zellzykluskontrolle und Differenzierung beteiligt sind. Dadurch können GC-B-Zellen somatische Hypermutation und klonale Expansion tolerieren.
  • Onkogene Rolle in der Lymphomentstehung: Deregulierte oder konstitutive BCL6-Expression trägt zur Entstehung und Aufrechterhaltung mehrerer B-Zell-Lymphome bei, einschließlich des diffusen großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL).

Diagnostischer Nutzen von Bcl-6 in der Hämatopathologie

  • Keimzentrums-B-Zell-Marker: BCL6-Protein wird physiologisch in Centroblasten und Centrozyten innerhalb lymphoider Follikel exprimiert.
  • Differenzialdiagnose lymphoider Neoplasien: Die BCL6-Immunfärbung hilft bei der Identifizierung von Keimzentrums-abgeleiteten Lymphomen wie follikulärem Lymphom, diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom und Burkitt-Lymphom.
  • IHC-Klassifikationsalgorithmen: Beim DLBCL wird die BCL6-Expression zusammen mit Markern wie CD10 und MUM1 verwendet, um Keimzentrums-B-Zell-(GCB-) und aktivierte B-Zell-(ABC-)Subtypen zu unterscheiden.

Wichtige Eigenschaften der Anti-Bcl-6 CE/IVD-Antikörper für die IHC

Typische Eigenschaften, die in den Hersteller-IFUs und validierten IHC-Protokollen beschrieben werden:

  • Verwendungszweck: In-vitro-Diagnostik (IVD) zum qualitativen Nachweis des BCL6-Antigens in FFPE-Gewebeschnitten mittels Immunhistochemie.
  • Ziel-Lokalisierung: Nukleäres Färbemuster, das dem BCL6-Transkriptionsfaktor entspricht.
  • Probenkompatibilität: Optimiert für formalinfixierte, paraffineingebettete humane Gewebe, die mittels Lichtmikroskopie untersucht werden.
  • Diagnostische Anwendung: Unterstützt die Identifizierung und Charakterisierung von B-Zell-Lymphomen, wenn zusammen mit Morphologie und anderen Biomarkern interpretiert.
 
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