Anti-CD15-Antikörper werden häufig als immunhistochemische Reagenzien zum Nachweis von CD15 (Lewis-X-Antigen) in der Hämatopathologie eingesetzt. Die CD15-Immunfärbung wird routinemäßig zur Beurteilung der granulozytären Differenzierung und von Tumorzellen bei Hodgkin-Lymphom in formalinfixierten, paraffineingebetteten (FFPE) Gewebeschnitten angewendet. Integriert in multiparametrische immunhistochemische Panels trägt CD15 zur immunphänotypischen Charakterisierung und Differenzialdiagnose hämatologischer Neoplasien bei. Der zuverlässige Nachweis von CD15 ist daher ein wichtiger Bestandteil diagnostischer Arbeitsabläufe in pathologischen Laboren.
Biologische Bedeutung von CD15
CD15, auch bekannt als Lewis X (3-Fucosyl-N-Acetyl-Lactosamin), ist ein Kohlenhydrat-Antigen, das auf Glykoproteinen und Glykolipiden auf der Oberfläche von Leukozyten exprimiert wird.
Wichtige biologische Eigenschaften sind:
- Hohe Expression auf reifen Granulozyten, insbesondere Neutrophilen und Eosinophilen, mit geringerer Expression auf Monozyten.
- Regulation über Glykosylierungspfade, einschließlich der Aktivität von α1,3-Fucosyltransferasen, die an der myeloischen Zelldifferenzierung beteiligt sind.
- Beteiligung an der Leukozytenadhäsion und -migration, wodurch entzündliche und immunologische Reaktionen durch Interaktionen mit Selektinen unterstützt werden.
- Häufige Expression in Reed-Sternberg-Zellen des klassischen Hodgkin-Lymphoms, wodurch CD15 zu einem etablierten Marker in der Lymphom-Immunphänotypisierung wird.
Diese Eigenschaften unterstützen den Einsatz von CD15 als immunphänotypischen Marker der granulozytären Abstammung und bestimmter Lymphom-assoziierter Tumorzellen.
Diagnostischer Nutzen von CD15 in der Hämatopathologie
In der klinischen Pathologie liefert die CD15-Immunhistochemie wertvolle diagnostische Informationen in mehreren Kontexten:
- Klassisches Hodgkin-Lymphom: Reed-Sternberg-Zellen zeigen häufig eine CD15-Positivität, die typischerweise zusammen mit CD30 und anderen Lymphom-Markern interpretiert wird.
- Myeloide Neoplasien: CD15 hebt reifende granulozytäre Zellen hervor und hilft bei der Identifizierung myeloider Differenzierung in leukämischen Infiltraten und bei myeloidem Sarkom (granulozytäres Sarkom).
- Leukämie-Immunphänotypisierung: CD15-Expressionsmuster können zur Definition immunphänotypischer Subgruppen akuter Leukämien beitragen, wenn sie innerhalb eines breiteren Marker-Panels bewertet werden.
Da reaktive Granulozyten ebenfalls CD15 exprimieren, erfordert die Interpretation eine Korrelation mit der Gewebemorphologie und ergänzenden immunhistochemischen Markern.
Wichtige Merkmale von CE/IVD Anti-CD15-Antikörpern für die IHC
CE/IVD-validierte Anti-CD15-Antikörper wurden für standardisierte diagnostische Immunhistochemie-Arbeitsabläufe in klinischen Laboren entwickelt.
Typische Merkmale sind:
- Validierte Leistung an FFPE-Gewebeschnitten, die in der Routinediagnostik der Pathologie verwendet werden.
- Spezifische Erkennung des Lewis-X-Epitops, die eine Visualisierung granulozytärer Abstammungszellen und Hodgkin-Lymphom-assoziierter Tumorzellen ermöglicht.
- Optimierte Färbeprotokolle für reproduzierbare immunhistochemische Ergebnisse.
- Kompatibilität mit automatisierten IHC-Färbeplattformen in Hochdurchsatz-Pathologielaboren.
- Qualitätskontrollierte Herstellung, die eine konsistente Leistung in der Hämatopathologie-Testung unterstützt.



