Cluster of Differentiation 163 (CD163) ist ein Typ-I-Transmembran-Scavenger-Rezeptor, der hauptsächlich auf Monozyten und Gewebemakrophagen exprimiert wird. Er bindet Hämoglobin–Haptoglobin (Hb–Hp)-Komplexe, vermittelt deren Endozytose und schützt Gewebe vor hämoglobininduziertem oxidativem Schaden. CD163 ist ein Mitglied der Scavenger-Rezeptor-Cystein-reichen (SRCR)-Familie mit einem Molekulargewicht von ca. 130 kDa. Seine eingeschränkte Expression auf Zellen der Makrophagenlinie macht ihn zu einem zuverlässigen Marker für die Immunhistochemie (IHC) in formalinfixierten, paraffin-eingebetteten (FFPE) Geweben.
Biologische Bedeutung von CD163
- Linienspezifische Expression: CD163 ist weitgehend auf Monozyten und Makrophagen beschränkt, einschließlich geweberesidenter Makrophagen; periphere Blutmonozyten exprimieren niedrigere Spiegel, die unter anti-inflammatorischen Bedingungen hochreguliert werden.
- Hämoglobin-Scavenging und Anti-Inflammation: CD163 erleichtert die Clearance von Hb–Hp-Komplexen und moduliert anti-inflammatorische Makrophagenantworten.
- Makrophagenreifung und -funktion: Seine Expression spiegelt den Differenzierungsstatus und die funktionelle Spezialisierung von Makrophagen in Geweben wider.
Diagnostischer Nutzen in der Hämatopathologie
- Makrophagenidentifikation in der IHC: CD163 hebt Makrophagen und Histiozyten in FFPE-Geweben zuverlässig hervor und bietet in bestimmten Kontexten eine höhere Spezifität als CD68.
- Prognostische Relevanz: Erhöhte CD163+ tumorassoziierte Makrophagen wurden mit klinischen Outcomes bei hämatologischen Malignomen wie dem klassischen Hodgkin-Lymphom korreliert und unterstützen die prognostische Beurteilung.
- Liniendifferenzierung: Die CD163-Expression hilft bei der Unterscheidung histiozytärer und monozytärer Neoplasien von anderen hämatopoetischen Erkrankungen.
Wesentliche Merkmale von CE/IVD-validierten Anti-CD163-Antikörpern
- Hohe Spezifität und Reproduzierbarkeit beim Nachweis von CD163 auf FFPE-Makrophagen und Histiozyten.
- Validierte Leistung in automatisierten und manuellen IHC-Workflows mit konsistenten membranösen und zytoplasmatischen Färbemustern, die der Makrophagenverteilung entsprechen.
- Monoklonale Antikörperformate mit definiertem Wirtsspezies und Klon-Informationen zur Unterstützung der Standardisierung in der diagnostischen Pathologie.



