Cluster of Differentiation 3 (CD3) ist eine Schlüsselkomponente des T-Zell-Rezeptor (TCR)-Signalkomplexes und ein weit verbreiteter Pan-T-Zell-Marker in der diagnostischen Hämatopathologie. In der Immunhistochemie (IHC) ermöglichen Anti-CD3-Antikörper die zuverlässige Identifizierung von T-Zell-Populationen in formalinfixierten, paraffineingebetteten (FFPE) Geweben und spielen eine wichtige Rolle bei der Klassifikation lymphoider Malignome und der Beurteilung von Immuninfiltraten.
Biologische Bedeutung von CD3
Der CD3-Komplex ist ein multimerer Proteinkomplex, der mit dem T-Zell-Rezeptor assoziiert ist und aus invarianten Ketten (γ, δ, ε und ζ) besteht, die die intrazelluläre Signalübertragung nach Antigen-Erkennung vermitteln. Diese Ketten enthalten immunorezeptor-tyrosinbasierte Aktivierungsmotive, die nach TCR-Bindung nachgeschaltete Signalwege einleiten.
Wichtige biologische Funktionen sind:
- T-Zell-Aktivierung und Signaltransduktion: CD3 überträgt Aktivierungssignale vom TCR an intrazelluläre Signalwege und ermöglicht T-Zell-Aktivierung, Proliferation und Effektorfunktionen.
- Identifizierung der T-Zell-Linie: CD3 wird auf fast allen reifen T-Lymphozyten und in mehreren Stadien der T-Zell-Entwicklung exprimiert und ist somit ein zuverlässiger Marker für die T-Zell-Linie.
- Regulation der Immunantwort: Der TCR–CD3-Komplex ist essenziell für die Antigen-Erkennung und die Einleitung adaptiver Immunantworten.
Diagnostischer Nutzen von CD3 in der Hämatopathologie
In der Hämatopathologie wird die CD3-Immunfärbung häufig eingesetzt, um T-Zell-Populationen in Gewebeproben zu identifizieren und zu charakterisieren.
Wichtige diagnostische Anwendungen sind:
- Bestimmung der lymphoiden Linie: CD3-Positivität unterstützt die Bestätigung der T-Zell-Linie und hilft, T-Zell-Lymphome und -Leukämien von B-Zell- oder myeloischen Malignomen zu unterscheiden.
- Charakterisierung lymphoproliferativer Erkrankungen: Die CD3-Färbung hebt T-Zell-Populationen in lymphatischen Geweben und Knochenmark hervor.
- Beurteilung von T-Zell-Infiltraten: CD3-IHC ermöglicht die Visualisierung und Bewertung von T-Zell-Infiltration in Geweben und Tumormikroumgebungen.
Wichtige Merkmale von Anti-CD3 CE/IVD-Antikörpern für die IHC
- Optimiert für FFPE-Gewebeschnitte, den Standardprobentyp in der diagnostischen Pathologie.
- Spezifischer Nachweis CD3-exprimierender T-Lymphozyten, typischerweise mit membranöser Färbung in reifen T-Zellen, zytoplasmatische Färbung je nach Antikörperklon und zellulärem Kontext möglich.
- Hohe Sensitivität für die Pan-T-Zell-Identifizierung in lymphatischen Geweben.
- Kompatibel mit routinemäßigen IHC-Arbeitsabläufen und einsetzbar in diagnostischen Panels zusammen mit Markern wie CD20 und CD45.



