Anti-CD30 CE/IVD-Antikörper ermöglichen eine präzise immunhistochemische Detektion von CD30-exprimierenden lymphoiden Malignomen und unterstützen so die genaue Diagnose und Klassifikation des Hodgkin-Lymphoms, des anaplastischen großzelligen Lymphoms (ALCL) und anderer CD30-positiver Neoplasien.
Biologische Bedeutung von CD30
- Molekulare Identität: Transmembranes Glykoprotein der Tumor-Nekrose-Faktor-Rezeptor (TNFR)-Superfamilie; reguliert Proliferation, Überleben und Differenzierung von Lymphozyten.
- Normale Expression: Vorhanden auf kleinen Subpopulationen aktivierter T- und B-Lymphozyten, NK-Zellen und Monozyten; fehlt auf ruhenden Lymphozyten.
- Pathologische Überexpression: Stark exprimiert auf Reed-Sternberg-Zellen beim klassischen Hodgkin-Lymphom, auf Tumorzellen des ALCL und bei ausgewählten T-Zell-Lymphoproliferationen.
Diagnostischer Nutzen in der Hämatopathologie
- Lymphom-Marker: Intensive membranöse Färbung, oft mit Betonung der Golgi-Zone, ist charakteristisch für CD30-positive Neoplasien.
- Differenzialdiagnose: Unterscheidet Hodgkin-Lymphom und ALCL von anderen Lymphomen und reaktiven Veränderungen.
- Prognostische und therapeutische Relevanz: Unterstützt die Subklassifikation und identifiziert Kandidaten für CD30-gerichtete Therapien wie Brentuximab Vedotin.
Wichtige Merkmale der Anti-CD30 CE/IVD-Antikörper
- Regulatorisch validiert: CE-gekennzeichnet und IVD-zugelassen für die Diagnostik an FFPE-Gewebe.
- Hohe Spezifität und Sensitivität: Monoklonale Klone (z. B. Ber-H2) ermöglichen eine robuste CD30-Detektion mit minimaler Kreuzreaktivität.
- Optimierte IHC-Performance: Konsistente membranöse und zytoplasmatische Färbung bei standardisierter Antigen-Retrieval, Verdünnung und Kontrollempfehlungen.
- Klinische Integration: Interpretation durch erfahrene Hämatopathologen gewährleistet zuverlässige diagnostische Ergebnisse und nahtlose Workflow-Integration.



