Anti-CD56 (Neural Cell Adhesion Molecule, NCAM) CE/IVD-Antikörper für die Immunhistochemie (IHC) ermöglichen den zuverlässigen Nachweis von CD56 in formalinfixierten, paraffineingebetteten (FFPE) Geweben und unterstützen eine präzise Immunphänotypisierung in der Hämatopathologie. CD56 ist ein Transmembran-Glykoprotein der Immunglobulin-Superfamilie mit mehreren Isoformen (NCAM 120, NCAM 140, NCAM 180), die sich in der Länge der intrazellulären Domäne und der Gewebeverteilung unterscheiden. Es wird überwiegend auf natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) und Untergruppen von T-Lymphozyten exprimiert, wobei eine Expression auch in ausgewählten neoplastischen Zellen beobachtet wird.
Biologische Bedeutung
- Zelladhäsion und Signalgebung: CD56 vermittelt homophile und heterophile Interaktionen, die Zelladhäsion, Migration und intrazelluläre Signalwege regulieren, was sowohl für die neuronale als auch für die hämatopoetische Biologie relevant ist.
- Expression im Immunsystem: Die hohe Expression auf NK-Zellen und bestimmten aktivierten T-Zellen spiegelt zytotoxische Funktionen und die Immunüberwachung wider.
Diagnostischer Nutzen in der Hämatopathologie
- NK-Zell-Lymphome und verwandte Neoplasien: Die CD56-IHC ist ein definierender Marker für eine präzise Klassifizierung.
- Plasmazellerkrankungen: Eine aberrante CD56-Expression beim multiplen Myelom hilft bei der Bestätigung einer klonalen Plasmazellproliferation und kann mit klinischen oder prognostischen Merkmalen korrelieren.
- Leukämie-Subtypisierung: Wird in spezifischen Subtypen der akuten myeloiden Leukämie beobachtet und unterstützt die Subklassifizierung, wenn es zusammen mit der Morphologie und anderen immunphänotypischen Markern verwendet wird.
Hauptmerkmale von Anti-CD56-Antikörpern in CE/IVD-Qualität
- Klinische Validierung: Optimiert für regulierte diagnostische Arbeitsläufe in FFPE-hämatopathologischen Proben.
- Hohe Spezifität: Monoklonale Antikörper gewährleisten einen reproduzierbaren Nachweis mit minimaler Kreuzreaktivität.
- Kompatibilität mit automatisierten Plattformen: Geeignet für standardisierte Protokolle auf automatisierten IHC-Systemen.
- Integration in Panels: Ergänzt breitere Panels zur Immunphänotypisierung, um die diagnostische Genauigkeit zu erhöhen.



