Das T-Zell-Immunglobulin- und Mucin-Domänen-haltige Molekül-3 (TIM-3), kodiert durch das HAVCR2-Gen und auch als CD366 bekannt, ist ein Immun-Checkpoint-Rezeptor, der zur Immunglobulin-Superfamilie gehört. Er wird vorwiegend auf Immunzellen exprimiert und spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung von Immunreaktionen.
Ursprünglich durch Homologie mit Molekülen identifiziert, die in Studien zum Hepatitis-A-Virus-Rezeptor eine Rolle spielen, hat die nachfolgende Forschung etabliert, dass TIM-3 beim Menschen primär als immunregulatorischer Rezeptor und nicht als echter Virus-Eintrittsrezeptor fungiert.
Biologische Bedeutung von TIM-3 / HAVCR2
- TIM-3 wird durch das HAVCR2-Gen kodiert und unter entzündlichen Bedingungen induzierbar auf aktivierten CD4⁺- und CD8⁺-T-Lymphozyten, natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) und Untergruppen von myeloiden Zellen exprimiert.
- Es fungiert als inhibitorischer Immun-Checkpoint-Rezeptor, der an der Regulierung der Immunaktivierung, der peripheren Toleranz und der Immunhomöostase beteiligt ist.
- Die Bindung von TIM-3 an Liganden wie Galectin-9 moduliert die Effektorfunktion der T-Zellen, was zu einer verringerten Zytokinproduktion und beeinträchtigten Proliferationsreaktionen führt.
- TIM-3 wird häufig mit T-Zell-Erschöpfungsphänotypen (Exhaustion) in Verbindung gebracht, insbesondere bei chronischen Infektionen und Krebs, oft in Kombination mit anderen inhibitorischen Rezeptoren wie PD-1.
- Zusätzliche Liganden, einschließlich Phosphatidylserin und CEACAM1, tragen Berichten zufolge zu den TIM-3-vermittelten immunregulatorischen Signalwegen bei, wobei ihre relativen funktionellen Beiträge je nach biologischem Kontext variieren können.
Relevanz in der Hämatopathologie und Tumorimmunologie
- Die TIM-3-Expression wurde im Kontext der Mikroumgebung von Tumoren untersucht, einschließlich hämatologischer Malignome wie Lymphome und Leukämien.
- Seine Expression auf tumorinfiltrierenden Lymphozyten wurde mit Immunstörungen und Merkmalen assoziiert, die mit einer T-Zell-Erschöpfung übereinstimmen.
- In der Forschung wird der immunhistochemische Nachweis von TIM-3 eingesetzt, um die Charakterisierung der Immun-Checkpoint-Landschaft zu unterstützen und die Interaktionen zwischen Tumor und Immunsystem in Gewebebiopsien zu untersuchen.
- Aktuelle Erkenntnisse stützen seine Rolle primär als translationaler und investigativer Biomarker und nicht als eigenständiger routinemäßiger Diagnose- oder Klassifikationsmarker in der Hämatopathologie.
Anti-TIM-3 (HAVCR2) CE/IVD-Antikörper für die IHC – Hauptmerkmale
- Validiert für die Verwendung an formalinfixierten, paraffineingebetteten (FFPE) Gewebeschnitten.
- Entwickelt für den spezifischen Nachweis der TIM-3 (CD366)-Proteinexpression in immunhistochemischen Anwendungen.
- Unterstützt Arbeitsabläufe in Forschungs- und Diagnostiklabors, insbesondere bei Studien zur Biologie von Immun-Checkpoints und zum Profiling der Mikroumgebung von Tumoren.
- CE/IVD-gekennzeichnete Produkte (sofern zutreffend) sind für die Verwendung gemäß den relevanten regulatorischen Rahmenbedingungen für In-vitro-Diagnostik-Anwendungen bestimmt.


