Monolinolein, auch bekannt als 1-Monolinolein (Glycerinmonolinoleat), ist ein ungesättigter Monoglycerid, der durch Veresterung von Glycerin mit Linolsäure gewonnen wird. Es wird für seine emulgierenden Eigenschaften und seine aufkommenden bioaktiven Eigenschaften geschätzt, was es für die pharmazeutische, biochemische und Formulierungsforschung relevant macht.
Chemische Struktur
Monolinolein hat die Molekülformel C21H38O4 und ein Molekulargewicht von etwa 354,5 g/mol. Seine Struktur besteht aus einem Glycerinrückgrat, das an der sn-1-Position mit einer Linoleoyl-Kette (18:2, 9Z,12Z) verestert ist. Diese ungesättigte Acylkette verleiht eine konische Molekülgeometrie, die die Bildung inverser nicht-lamellarer Lipidphasen begünstigt und zu seinen einzigartigen Selbstorganisations- und Grenzflächeneigenschaften beiträgt.
Physikalische Eigenschaften
Die Verbindung erscheint unter Standardbedingungen als farblose bis blassgelbe Flüssigkeit mit einem Schmelzpunkt von etwa 14–15 °C, einer Dichte von etwa 0,981 g/cm³ und einem Siedepunkt bei etwa 485 °C. Monolinolein ist licht- und temperaturempfindlich, in Wasser kaum löslich und zeigt tensidartiges Verhalten, das die Stabilisierung von Öl-in-Wasser-Emulsionen in komplexen Formulierungen ermöglicht.
Biologische Rolle
Monolinolein gilt als pflanzlicher Metabolit und wurde auf mögliche antivirale Aktivität untersucht. Über seine Linolsäurekomponente trägt es zur Versorgung mit essenziellen Fettsäuren bei, die für die Aufrechterhaltung der Membranfluidität und als Vorstufen für die Eicosanoid-Synthese in lipidvermittelten Signalwegen dienen. Zudem zeigt es mäßige radikalfängende Aktivität, was es funktionell mit der Modulation von oxidativem Stress und dem Lipidstoffwechsel verbindet.

