Die Haarzellleukämie (HCL) ist eine seltene, indolente Neoplasie reifer B-Zellen, die durch eine charakteristische Morphologie, einen spezifischen Immunphänotyp und das Vorhandensein der BRAF-V600E-Mutation in der überwiegenden Mehrheit der klassischen Fälle definiert ist. In der Hämatopathologie ist die Immunhistochemie (IHC) essenziell für eine genaue Diagnose und zur Abgrenzung der HCL von anderen splenischen B-Zell-Lymphomen.
Biologische Bedeutung der HCL
- Klonale Proliferation reifer B-Lymphozyten mit charakteristischen „haarigen“ zytoplasmatischen Ausläufern.
- Typischer Immunphänotyp: CD20, CD22, CD11c, CD25, CD103, mit häufiger CD123-Expression.
- Die BRAF-V600E-Mutation fungiert als zentraler molekularer Treiber bei der klassischen HCL.
- Annexin A1 ist hochspezifisch und unterstützt die Unterscheidung von verwandten Entitäten.
Diagnostischer Nutzen der HCL-IHC
- Die IHC in der Hämatopathologie ergänzt die Morphologie und die Durchflusszytometrie, insbesondere bei Knochenmarksbiopsien mit Fibrose oder geringer Tumorlast.
- Anti-BRAF V600E und Annexin A1 Antikörper bieten eine starke diagnostische Unterstützung, wobei die Leistung von den Testbedingungen abhängt.
- Wichtige IHC-Panels für die HCL-Diagnose:
- Positiv: CD20, CD11c, CD25, CD103, CD123, Annexin A1
- Negativ: CD5, CD10 (typischerweise fehlend)
- Essenziell für die Differenzialdiagnose:
- Klassische HCL vs. HCL-Variante (oft BRAF-negativ, CD25-negativ)
- HCL vs. splenisches Marginalzonenlymphom
Hauptmerkmale von Anti-HCL-CE/IVD-Antikörpern
- Validiert für FFPE-Gewebe in hämatopathologischen Arbeitsabläufen.
- Hochspezifische Klone für eine zuverlässige Detektion.
- Effektiv bei Proben mit geringer Tumorlast, abhängig von der Validierung.
- CE/IVD-Konformität gewährleistet Reproduzierbarkeit und regulatorische Übereinstimmung.
- Kompatibel mit multiparametrischen IHC-Panels und integrierten diagnostischen Workflows.


