Anti-CD10 CE/IVD für IHC - Hämatopathologie

Anti-CD10 CE/IVD für IHC - Hämatopathologie

Cluster of differentiation 10 (CD10), auch bekannt als Common Acute Lymphoblastic Leukemia Antigen (CALLA), ist eine zelloberflächenständige neutrale Metalloendopeptidase (Neprilysin) mit enzymatischer Aktivität, die die Peptid-Signalisierung moduliert. Biochemisch spaltet und inaktiviert CD10 eine Vielzahl kleiner Peptide, was zelluläre Mikroumgebungen und Signaltransduktionswege beeinflusst. Physiologisch wird CD10 auf frühen lymphoiden Vorläuferzellen und Keimzentrum-B-Zellen exprimiert, was seine Rolle bei der lymphoiden Entwicklung und Differenzierung widerspiegelt. CD10 ist auch in ausgewählten nicht-hämatopoetischen Geweben (z. B. Nierenepithel) aufgrund seiner breiteren enzymatischen Funktionen vorhanden.

Biologische Bedeutung von CD10

  • Entwicklungsmarker: CD10 identifiziert frühe B-Zell-Linienstadien und Keimzentrum-B-Zellen und spiegelt wichtige Differenzierungs-Checkpoints in der Lymphopoese wider.
  • Funktionelle Rolle: Als Metalloendopeptidase reguliert CD10 extrazelluläre Peptidspiegel, was die interzelluläre Kommunikation beeinflusst und das neoplastische Verhalten beeinflussen kann.

Diagnostischer Nutzen in der Hämatopathologie

  • Klassifikation lymphoider Neoplasien: CD10 wird in der Immunhistochemie (IHC) häufig eingesetzt, um B-Zell-Linien-Malignome zu unterscheiden – insbesondere follikuläres Lymphom, B-akute lymphoblastische Leukämie (B-ALL), Burkitt-Lymphom und Subtypen des diffus großzelligen B-Zell-Lymphoms – aufgrund seiner variablen Expression in diesen Entitäten.
  • Prognostische und differenzialdiagnostische Erkenntnisse: Bei follikulären Lymphomen unterstützt die CD10-Positivität einen Keimzentrum-Phänotyp; bei DLBCL hilft sein Vorhandensein bei der Subklassifikation und kann mit klinischen Outcomes korrelieren.
  • Ergänzender Marker: Obwohl hoch spezifisch für Keimzentrum- und frühe B-Zell-Expression, muss die CD10-IHC-Leistung in breitere Panels und den morphologischen Kontext integriert werden, da die Sensitivität im Vergleich zur Durchflusszytometrie variabel ist.

Wichtige Merkmale von CD10 CE/IVD-Antikörpern für die IHC

  • CE/IVD-validierte Reagenzien: Anti-CD10-Antikörper für den IVD-Gebrauch sind für den immunhistochemischen Nachweis von CD10 in formalinfixierten, paraffin-eingebetteten (FFPE) humanen Geweben qualifiziert und für die klinische Interpretation durch qualifizierte Pathologen vorgesehen.
  • Monoklonale Spezifität: Kaninchen- oder Maus-monoklonale Antikörper (z. B. Klone SP67, 56C6) zeigen eine hohe Spezifität für das CD10-Antigen, minimieren Kreuzreaktivität und erzeugen membranöse und/oder zytoplasmatische Färbung in positiven Zellen.
  • Optimierte IHC-Leistung: Diese Antikörper sind mit automatisierten Plattformen und manueller Färbung kompatibel und erfordern eine geeignete Antigen-Retrieval und Kontrollen für eine genaue Detektion in Hämatopathologie-Panels.
  • Diagnostische Panels: CD10-IHC wird routinemäßig in Lymphom- und Leukämie-IHC-Panels zusammen mit Markern wie BCL-6, CD20 und CD3 eingesetzt, um Linien- und Differenzierungsstatus zu verfeinern.
 
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