Monodocosahexaenoin, auch bekannt als 1-Monodocosahexaenoin oder 1-DHA-Monoglycerid, ist ein hochungesättigtes Monoglycerid, das aus Glycerol und Docosahexaensäure (DHA, 22:6 n-3) an der sn-1-Position verestert ist. Dieses ultralangkettige Omega-3-Lipid wird für seine Rollen bei Neuroprotektion, Ferroptose-Hemmung und fortgeschrittenen Lipid-Nanoträgersystemen untersucht und erweitert die Struktur-Funktions-Trends, die für Monoepicosapentaenoin und andere mehrfach ungesättigte Fettsäure (PUFA)-Monoglyceride beobachtet wurden.
Chemische Struktur
Monodocosahexaenoin hat die Molekularformel C25H38O4 und ein Molekulargewicht von etwa 402,6 g/mol. Sein Glycerin-Rückgrat ist mit all-cis-4,7,10,13,16,19-Docosahexaensäure verestert, die sechs Doppelbindungen enthält. Dieser hohe Grad an Ungesättigtheit verleiht eine ausgeprägte molekulare Krümmung, extreme konformationelle Flexibilität und erhöhte Anfälligkeit für Lipidperoxidation, vergleichbar mit anderen hochungesättigten Monoglyceriden wie Monolinolenin.
Physikalische Eigenschaften
Die Verbindung wird typischerweise als lichtempfindliches Öl mit charakteristischem Geruch und einer niedrigen Dichte von etwa 0,94 g/cm³ erhalten. Sie ist praktisch unlöslich in Wasser, aber leicht löslich in unpolaren organischen Lösungsmitteln wie Chloroform. Für eine langfristige Stabilität wird die Lagerung bei 2–8 °C oder –20 °C unter inerter Atmosphäre empfohlen, um oxidativen Abbau zu minimieren. Sie gilt als chemisch neutral (nahe-neutraler pH-Wert) und stellt unter Standard-Laborbedingungen keine explosiven oder signifikanten Reizstoffgefahren dar.
Biologische Rolle
Als bioaktives Derivat von DHA wurde Monodocosahexaenoin auf seine Fähigkeit untersucht, Ferroptose zu modulieren, indem es oxidativen Lipidschaden und eisenabhängigen Zelltod in experimentellen Krankheitsmodellen begrenzt. Es kann zur Aufrechterhaltung der neuronalen Membranfluidität beitragen und als metabolischer Vorläufer für spezialisierte pro-resolvierende Mediatoren, einschließlich Resolvinen und Neuroprotektinen, dienen. Aufgrund seiner amphiphilen Struktur und des hohen Ungesättigtheitsgrades wird auch vermutet, dass es die antimikrobielle membranzerstörende Aktivität im Vergleich zu weniger ungesättigten Monoglycerid-Analoga verstärkt.

