Gefrorene Gewebeschnitte

Gefrorene Gewebeschnitte

Gefrorene Gewebeschnitte, auch Kryoschnitte genannt, sind dünne Schnitte, die aus gefrorenen biologischen Geweben hergestellt werden, typischerweise mit einem Kryostaten. Sie ermöglichen den Zugang zur Gewebestruktur und gleichzeitig die Analyse endogener molekularer Ziele für Histologie, Immunhistochemie (IHC), Immunfluoreszenz (IF), in situ-Hybridisierung (ISH) und molekulare Analysen. Im Vergleich zu einigen chemisch fixierten und in Paraffin eingebetteten Präparaten vermeidet die Verarbeitung gefrorener Gewebe eine extensive chemische Behandlung und Quervernetzung und kann die Erhaltung oder den Nachweis bestimmter Proteine, Lipide und Nukleinsäuren erleichtern. Allerdings kann die Morphologie weniger gut erhalten sein als bei optimal verarbeiteten Paraffinschnitten, und Einfrieren, Schneiden sowie Handhabung können Gewebeartefakte verursachen.

Gefrorene Gewebeschnitte verschiedener Spezies unterstützen vergleichende und translationale Forschung mit menschlichen und tierischen Geweben, einschließlich Modellen in den Neurowissenschaften, der kardiovaskulären Forschung, der Onkologie, der Entwicklungsbiologie und der Pathologie. Kryoschnitte werden auch häufig für räumlich aufgelöste molekulare Ansätze verwendet, einschließlich RNA-FISH und räumlicher Transkriptomik, wodurch Genexpressionsmessungen in ihrem anatomischen und zellulären Kontext interpretiert werden können.

Wesentliche Merkmale

  • Erhaltene Gewebestruktur : Bewahrt die Gewebestruktur und ermöglicht gleichzeitig den Zugang zu endogenen molekularen Zielen.

  • Breite Färbungskompatibilität : Kompatibel mit histologischen, immunhistochemischen und fluoreszenzbasierten Färbemethoden.

  • Anwendungen in der molekularen Analyse: Geeignet für Protein-, RNA-, DNA- und räumliche molekulare Analysen.

  • Forschung an mehreren Spezies : Geeignet für Gewebe aus verschiedenen Forschungsspezies.

Typische Forschungsanwendungen

  • Histologie und Gewebemorphologie.

  • Immunhistochemie (IHC) und Immunfluoreszenz (IF).

  • In situ-Hybridisierung (ISH) und Fluoreszenz-in situ-Hybridisierung (FISH) zur Lokalisierung von RNA oder DNA.

  • Räumliche Transkriptomik und räumliche Genexpressionskartierung.

  • Vergleichende, translationale und präklinische Gewebestudien.