JNK-Testkit

JNK-Testkit

c-Jun N-terminale Kinasen (JNKs), Mitglieder der Mitogen-aktivierten Proteinkinase (MAPK)-Familie, sind entscheidende Regulatoren der zellulären Reaktionen auf Stress, Entzündungen und metabolische Signale. JNKs werden durch Phosphorylierung an den Resten Thr183 und Tyr185 aktiviert und modulieren Transkriptionsfaktoren wie c-Jun, ATF-2 und p53, wodurch Prozesse wie Apoptose, Proliferation und Stoffwechsel beeinflusst werden. Aufgrund ihrer vielfältigen Rolle sind Assay-Kits zur Bestimmung phosphorylierter JNK (p-JNK) wichtige Werkzeuge, um die Beteiligung von JNK an der metabolischen Regulation und damit verbundenen Krankheiten zu untersuchen.

JNK in der metabolischen Regulation

Die JNK-Signalisierung moduliert komplex den Zellstoffwechsel, insbesondere Glukose- und Lipidwege, wobei die Rolle je nach Isoform (JNK1, JNK2, JNK3), Gewebetyp und physiologischen Bedingungen variiert.

Glykolyse und Glukosestoffwechsel: JNK1 wirkt generell als negativer Regulator der Glykolyse in Krebs- und normalen Geweben. In Krebszellen wie Gliomen reduziert die JNK-Aktivierung die Glukoseaufnahme und Laktatproduktion durch Modulation wichtiger glykolytischer Enzyme wie Hexokinase 2 (HK2) und Pyruvatkinase (PK) und bremst so den glykolytischen Fluss. Andererseits fördert JNK in manchen Kontexten die Glykolyse; z. B. ist die JNK1-vermittelte Phosphorylierung des pro-apoptotischen Proteins Bad erforderlich, um die Phosphofruktokinase 1 (PFK1), ein geschwindigkeitsbestimmendes Enzym der Glykolyse, zu aktivieren, was die JNK-Aktivität mit erhöhter Glykolyse unter Wachstumsfaktor-Stimulation verbindet.

Mitochondrialer Stoffwechsel: In Neuronen phosphoryliert JNK den Pyruvat-Dehydrogenase-Komplex (PDH) und hemmt ihn, wodurch die Umwandlung von Pyruvat zu Acetyl-CoA eingeschränkt wird. Dies unterdrückt die oxidative Phosphorylierung zugunsten der Laktatproduktion und verschiebt den Energiestoffwechsel zur Glykolyse.

Lipidstoffwechsel und Leberfunktion: JNK1 und JNK2 unterdrücken in Hepatozyten Glykolyse, Fettsäureoxidation und Ketogenese, besonders als Reaktion auf fettreiche Ernährung. Knockout-Modelle ohne JNK1/2 zeigen eine erhöhte Expression glykolytischer Enzyme, gesteigerte Laktatproduktion und verbesserte Insulinsensitivität, was auf die Rolle von JNK bei der metabolischen Homöostase und Insulinresistenz hinweist. Zudem trägt JNK zur metabolischen Dysregulation bei Lebererkrankungen wie der metabolisch assoziierten Fettlebererkrankung (MAFLD) bei, indem es Entzündung, Fibrose und Lipidakkumulation fördert.

Entzündung und metabolische Wechselwirkungen: Die JNK-Aktivierung vermittelt entzündliche Signalwege, die den Stoffwechsel beeinflussen, einschließlich der Regulation der Zytokinproduktion (z. B. IL-8) während metabolischem Stress und Krebsmetastasen. Die Wechselwirkung zwischen JNK und Transkriptionsfaktoren wie NF-κB moduliert zudem metabolische und apoptotische Signalwege.

Anwendungen von JNK-Assay-Kits in der Stoffwechselforschung

  • Quantifizierung der JNK-Aktivierung: Messung der phosphorylierten JNK-Spiegel in Zellen oder Geweben unter metabolischem Stress, Medikamentenbehandlung oder genetischer Manipulation, um die Rolle von JNK in der Stoffwechselregulation zu verstehen.
  • Wirkstoffscreening: Hochdurchsatz-Screening von Verbindungen, die auf JNK-Aktivierung oder -Hemmung bei Stoffwechselerkrankungen, Krebs oder Entzündungen abzielen, mittels HTRF- oder ELISA-basierter JNK-Assays.
  • Mechanistische Studien: Untersuchung, wie Stoffwechselzwischenprodukte wie Pyruvat oder reaktive Sauerstoffspezies (ROS) die JNK-Signalisierung und nachgelagerte Stoffwechselwege beeinflussen.
  • Analyse von Krankheitsbiomarkern: Bewertung des Aktivierungsstatus von JNK in klinischen Proben von Patienten mit metabolischem Syndrom, Diabetes, MAFLD oder Krebs zur Korrelation mit Krankheitsverlauf oder Therapieresponse.

Technische Merkmale von JNK-Assay-Kits

  • Nachweisziel: Phosphoryliertes JNK an Thr183/Tyr185 oder Gesamt-JNK-Protein
  • Probenarten: Ganze Zellen, Zelllysate, Gewebehomogenate
  • Durchsatz: Geeignet für 96- oder 384-Well-Plattenformate zur Ermöglichung von Hochdurchsatz-Screenings
  • Assay-Dauer: Typischerweise 90 Minuten bis einige Stunden
  • Sensitivität: Hohe Sensitivität zum Nachweis niedriger Spiegel phosphorylierten JNKs

JNK-Assay-Kits bieten leistungsfähige Werkzeuge zur Entschlüsselung der komplexen Rollen der JNK-Signalisierung im Stoffwechsel. Durch die präzise Quantifizierung der JNK-Aktivierung ermöglichen diese Assays die Erforschung, wie JNK Glykolyse, mitochondriale Funktion, Lipidstoffwechsel und Entzündungsreaktionen moduliert. Das Verständnis der metabolischen Funktionen von JNK eröffnet Möglichkeiten für therapeutische Ansätze bei Stoffwechselerkrankungen, Krebs und Entzündungen. Zukünftige Studien, die diese Assay-Technologien nutzen, werden die vielfältigen Rollen von JNK weiter aufklären und die Arzneimittelentwicklung für metabolische und entzündliche Erkrankungen unterstützen.

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Beschreibung
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NB-41-JNKP-100
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 500 Tests (400 Tests for phospho; 100 Tests for total) 
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 500 Tests 
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 500 Tests (400 Tests for phospho; 100 Tests for total) 
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