Oxidativer Stress-Testkits
Oxidativer Stress bezeichnet ein Ungleichgewicht zwischen der Produktion von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) und der Fähigkeit der Zelle, diese durch antioxidative Abwehrmechanismen zu neutralisieren oder zu eliminieren. Unter normalen physiologischen Bedingungen halten Zellen eine reduzierte intrazelluläre Umgebung aufrecht, die für die Erhaltung der Integrität von Makromolekülen und die Unterstützung zellulärer Funktionen unerlässlich ist. Wenn jedoch ROS wie Wasserstoffperoxid (H₂O₂), Superoxid-Anionen (O₂⁻), Hydroxylradikale (•OH) und andere freie Radikale übermäßig anreichern – oft ausgelöst durch Umweltfaktoren, Stoffwechselstörungen oder Entzündungen – wird dieses Gleichgewicht gestört. Diese reaktiven Spezies können erhebliche Schäden an zellulären Komponenten wie DNA, Lipiden, Proteinen und Enzym-Cofaktoren verursachen. Solche oxidativen Modifikationen können die Genexpression verändern, die Membranintegrität beeinträchtigen und enzymatische Aktivitäten stören. Wenn die oxidativen Schäden die Reparaturmechanismen überfordern, kann dies zu programmiertem Zelltod (Apoptose) oder unkontrollierter Zelllyse (Nekrose) führen, was zu Gewebeschäden und dem Fortschreiten verschiedener Krankheiten wie Krebs, neurodegenerativen Erkrankungen und kardiovaskulären Störungen beiträgt.
Um oxidativem Stress entgegenzuwirken, verlassen sich Zellen auf ein Netzwerk von antioxidativen Enzymen wie Katalase, Superoxiddismutase (SOD), Glutathionperoxidase und Laktoperoxidase. Diese Enzyme wirken zusammen, um ROS zu neutralisieren und die Redox-Homöostase aufrechtzuerhalten. Um Forschern bei der Bewertung von oxidativen Schäden und antioxidativen Abwehrsystemen zu helfen, bieten wir empfindliche und zuverlässige Testkits an, die speziell für die Messung von oxidativen Stressmarkern in biologischen Proben entwickelt wurden.
