Immuno-PCR (iPCR) ist eine hochempfindliche Technik, die die Spezifität von Immunoassays mit der Amplifikationskraft der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) kombiniert. Diese Methode hat Aufmerksamkeit erlangt durch ihre Fähigkeit, Proteine in geringer Konzentration nachzuweisen, und hat zahlreiche Anwendungen in verschiedenen Bereichen, einschließlich Diagnostik und Forschung.
In der praktischen Anwendung von iPCR ist ein Linker-Molekül essenziell, um den DNA-Tag mit den Detektionsantikörpern zu verbinden. Der spezifische Antikörper bindet an das Zielantigen, das auf Mikrotiterplatten beschichtet ist. Die Linker-Moleküle erleichtern dann die Anbindung des Antikörper-Antigen-Komplexes an die DNA-Sequenz. Anschließend wird die DNA mittels PCR amplifiziert, und die Menge des erzeugten PCR-Produkts ist direkt proportional zur Menge des von den Antikörpern erkannten Antigens.
Zusätzlich ist iPCR für eine breite Palette biologisch komplexer Proben geeignet, darunter Sera, Blut, Urin, Speichel, Stuhl, Zellkulturen sowie Lebensmittel- und Pflanzenextrakte. Diese Vielseitigkeit erhöht ihre Anwendbarkeit in verschiedenen Bereichen.
Anwendungen
- Diagnostische Anwendung: Es wurde gezeigt, dass iPCR empfindlicher ist als andere Methoden zum Nachweis spezifischer Antikörper.
- Lebensmittelsicherheit: Eine ultrasensitive Immuno-PCR-Methode wurde entwickelt, um Crustaceen-Tropomyosin in Lebensmitteln zu quantifizieren, was ihre Nützlichkeit bei Lebensmittelsicherheitstests zeigt.
- Krebsforschung: iPCR wird in der Krebsdiagnostik eingesetzt und ermöglicht den Nachweis niedriger Konzentrationen von Tumormarkern, was für die Früherkennung und Überwachung entscheidend ist.

