Die endokrine Drüse, die am Hirnstamm unterhalb des Hypothalamus liegt, wird oft als Hauptdrüse bezeichnet, da sie viele Körperfunktionen reguliert. Die Hypophyse ist in zwei unterschiedliche Teile unterteilt: die Adenohypophyse und die Neurohypophyse. Die Adenohypophyse sezerniert eine Reihe von Hormonen, die verschiedene Funktionen wie Wachstum, Stoffwechsel, Laktation, Schilddrüsenfunktion und Fortpflanzung steuern. Die Neurohypophyse speichert und setzt zwei vom Hypothalamus produzierte Hormone frei, Oxytocin und Vasopressin, die Gebärmutterkontraktionen während der Geburt bzw. den Blutdruck regulieren.
Die Hypophyse spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulierung vieler wichtiger Körperfunktionen.
Bestimmte Biomarker können verwendet werden, um Störungen dieser Drüse zu diagnostizieren oder zu überwachen.
1. Hypophysenhormone: Hormone, die von der Adenohypophyse sezerniert werden, können nützliche Biomarker für die Diagnose bestimmter Störungen der Hypophyse sein. Zum Beispiel wird das Wachstumshormon (GH) verwendet, um einen Wachstumshormonmangel zu diagnostizieren, während das follikelstimulierende Hormon (FSH) und das luteinisierende Hormon (LH) zur Diagnose von Hypogonadismus verwendet werden.
2. Hypothalamushormone: Hormone, die vom Hypothalamus produziert werden, können ebenfalls nützliche Biomarker für die Diagnose von Störungen der Hypophyse sein.
Zum Beispiel wird die Freisetzung von Corticotropin-freisetzendem Hormon (CRH) verwendet, um das Cushing-Syndrom zu diagnostizieren.
3. Bildgebende Biomarker: Medizinische Bildgebung, wie die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRI), kann verwendet werden, um die Hypophyse zu visualisieren und Tumore oder andere Anomalien zu erkennen. Die Größe und Form der Hypophyse können ebenfalls Indikatoren für Krankheiten wie Akromegalie sein.
4. Molekulare Biomarker: Molekulare Marker, wie Genmutationen, können verwendet werden, um genetische Erkrankungen der Hypophyse zu erkennen, wie das McCune-Albright-Syndrom.
