Polyvinylidenfluorid-Membran

Polyvinylidenfluorid-Membran

PVDF-Membran (Polyvinylidenfluorid-Membran) ist eine poröse synthetische Membran, die aus einem nicht reaktiven, hochreinen thermoplastischen Fluorpolymer hergestellt wird. Sie wird durch ein Phasenumkehrverfahren gefertigt, bei dem eine Polymerlösung aufgetragen und das Lösungsmittel entfernt wird, sodass eine poröse Struktur mit gezielt entwickelten Porengrößen entsteht. Diese hält bestimmte Partikel oder Moleküle selektiv zurück, während andere hindurchtreten können.

Eigenschaften und Herstellung

PVDF-Membranen werden aufgrund einer Kombination physikalischer und chemischer Eigenschaften geschätzt: hohe Beständigkeit gegenüber Säuren, Basen und organischen Lösungsmitteln, ausgezeichnete thermische Stabilität sowie bemerkenswerte mechanische Festigkeit. Dadurch eignen sie sich für aggressive oder korrosive Filtrationsumgebungen. Je nach Herstellungsverfahren können PVDF-Membranen entweder hydrophil oder hydrophob ausgeführt werden, wodurch sie sowohl für Flüssigkeits- als auch für Gasfiltrationsprozesse geeignet sind. Sie zeichnen sich außerdem durch eine geringe Proteinbindung und niedrige Gehalte an extrahierbaren Stoffen aus. Diese Eigenschaften machen sie besonders geeignet für biologische und pharmazeutische Anwendungen, bei denen Probenverluste oder Verunreinigungen minimiert werden müssen. Neben herkömmlichen gegossenen Membranen kann PVDF auch mithilfe von Verfahren wie dem Elektrospinnen mit anschließender Laminierung zu nanofaserigen Strukturen verarbeitet werden. Dadurch entstehen mehrschichtige Membranen, die hinsichtlich Eigenschaften wie Porengröße, Luftdurchlässigkeit und Berstdruck untersucht werden.

Anwendungen

PVDF-Membranen werden in zahlreichen Branchen eingesetzt, darunter Pharmazie, Biotechnologie, Lebensmittel- und Getränkeindustrie, chemische Verarbeitung, Elektronik sowie Wasseraufbereitung. In Laboren und der pharmazeutischen Industrie wird hydrophiles PVDF häufig zur Filtration wässriger Lösungen sowie protein- oder zellhaltiger Proben verwendet, während hydrophobes PVDF für die Filtration unpolarer Lösungsmittel und Gase, einschließlich steriler Gasübertragung, eingesetzt wird. In der Wasser- und Abwasseraufbereitung finden PVDF-Membranen breite Anwendung in der Ultrafiltration und Mikrofiltration, um Partikel, Bakterien und Makromoleküle aus Wasser zu entfernen. Aufgrund ihrer von Natur aus hydrophoben Eigenschaften können sie jedoch mit der Zeit zu Fouling neigen, weshalb intensiv an Oberflächenmodifikationen und Nanokomposit-Technologien zur Leistungsverbesserung geforscht wird. PVDF-Membranen werden außerdem bei der elektrophoresebasierten Proteinanalyse (z. B. beim Blotting) eingesetzt, wobei eine Vorbehandlung mit Methanol erfolgt, um die Bindung an negativ geladene Proteine zu aktivieren.

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Katalog-Nummer
Beschreibung
Cond.
Preis zzgl. MwSt.
42515.01
 1ROLL 
42514.01
 1ROLL 
PVDF-3345
 10/pk 
PVDF-3322
 10/pk 
78085-P
 1Each 
AG003TUP-25g
 25g 
AG003TUP-100g
 100g 
AG003TUP-500g
 500g 
AG003TUP-5g
 5g 
42664.01
 1KIT 
78460-707A-P
 1Each