Anti-Lambda CE/IVD für IHC - Hämatopathologie

Anti-Lambda CE/IVD für IHC - Hämatopathologie

Anti-Lambda (λ) CE/IVD-Antikörper für die Immunhistochemie (IHC) sind weit verbreitete Hilfsmittel in der Hämatopathologie zur Bewertung der B-Zell-Klonalität und von Plasmazellerkrankungen. Die Analyse der Immunglobulin-Leichtketten (κ/λ) wird routinemäßig als Teil der diagnostischen Aufarbeitung eingesetzt, um bei der Unterscheidung zwischen reaktiven und neoplastischen lymphoiden Proliferationen zu helfen, insbesondere in formalinfixierten, in Paraffin eingebetteten (FFPE) Geweben.

Biologische Bedeutung der Lambda (λ) Leichtketten

Immunglobuline bestehen aus zwei schweren Ketten und zwei leichten Ketten, wobei λ einen der beiden Leichtketten-Isotypen darstellt, die von B-Zellen exprimiert werden. Jede B-Zelle exprimiert einen einzigen Leichtkettentyp (κ oder λ), was die allelische Exklusion während der B-Zell-Entwicklung und der Immunglobulin-Gen-Umlagerung widerspiegelt. Eine klonale λ-Leichtkettenexpression ist mit Umlagerungen des Immunglobulin-Lambda-Gens (IGL) assoziiert und kann auf eine monoklonale B-Zell-Population hindeuten.

Diagnostischer Nutzen in der Hämatopathologie

  • Der Nachweis einer monotypischen λ-Expression unterstützt das Vorhandensein einer klonalen B-Zell- oder Plasmazellpopulation und wird als Teil der diagnostischen Beurteilung von lymphoiden und Plasmazellneoplasien verwendet.
  • Reaktive lymphoide Gewebe zeigen typischerweise eine polytypische κ/λ-Verteilung, während neoplastische Proliferationen oft eine Leichtkettenrestriktion aufweisen.
  • Die Leichtkettenanalyse liefert unterstützende diagnostische Informationen und wird in Verbindung mit der Histomorphologie sowie zusätzlichen immunphänotypischen oder molekularen Befunden interpretiert.
  • Eine λ-Restriktion kann bei Plasmazellneoplasien beobachtet werden, einschließlich des multiplen Myeloms und verwandter Plasmazellerkrankungen, obwohl je nach Krankheits-Subtyp auch κ-restringierte Fälle häufig sind.

Hauptmerkmale von Anti-Lambda CE/IVD-Antikörpern (IHC)

  • Hohe Spezifität für λ-Leichtketten, die in B-Lymphozyten und Plasmazellen exprimiert werden, was den Nachweis sowohl von Oberflächen- als auch von zytoplasmatischem Immunglobulin ermöglicht.
  • Validiert für die Verwendung in FFPE-Geweben, was die routinemäßige Anwendung in chirurgisch-pathologischen Labors unterstützt.
  • Starke Reaktivität in Plasmazellen, was die Identifizierung monoklonaler Populationen in entsprechenden diagnostischen Kontexten erleichtert.
  • Kompatibilität mit automatisierten IHC-Färbeplattformen und standardisierten Laborabläufen gemäß den CE/IVD-Anforderungen.
  • Unterstützende Rolle bei der Differenzialdiagnose, einschließlich der Bewertung von vermuteten B-Zell-Lymphomen, Plasmozytomen und atypischen lymphoiden Infiltraten.
 
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