Protease- und Phosphatase-Inhibitoren

Protease- und Phosphatase-Inhibitoren

Protease- und Phosphatase-Inhibitoren sind unverzichtbare Reagenzien bei der Proteinextraktion, der Untersuchung von Zell-Signalwegen und der biochemischen Analyse. Während der Lyse von Zellen oder Gewebe können endogene Proteasen und Phosphatasen schnell aktiv werden, was zum Abbau von Proteinen oder zum Verlust phosphorylierungsabhängiger Informationen führt. Die Zugabe geeigneter Inhibitorsysteme hilft, die Proteinintegrität zu erhalten, posttranslationale Modifikationen zu bewahren und die Zuverlässigkeit nachfolgender Anwendungen wie Western Blot, ELISA, Immunpräzipitation, Kinase-Assays, Massenspektrometrie und Protein-Protein-Interaktionsstudien zu verbessern.

Schutz der Proteinintegrität

Protease-Inhibitoren wurden entwickelt, um die Aktivität von Enzymen zu reduzieren, die Proteine spalten, einschließlich Serin-, Cystein-, Aspartat- und Metalloproteasen. Durch die Begrenzung der Proteolyse während der Probenvorbereitung helfen sie, Proteingröße, Struktur und Menge zu erhalten, was für eine genaue Detektion und Quantifizierung entscheidend ist. Phosphatase-Inhibitoren verhindern hingegen die enzymatische Entfernung von Phosphatgruppen aus Proteinen. Dies ist besonders wichtig bei der Untersuchung von Phosphorylierungsereignissen, die an Signalübertragung, Zellzyklusregulation, Apoptose, Differenzierung, Stoffwechsel und anderen dynamischen zellulären Prozessen beteiligt sind.

Anwendungen und Auswahlkriterien

Die Wahl des Inhibitors hängt vom Probentyp, Extraktionspuffer, Zielprotein und der nachfolgenden Analyse ab. Breit wirksame Protease-Inhibitor-Cocktails werden häufig direkt vor der Verwendung zu Lysepuffern hinzugefügt, um den Proteinabbau zu minimieren. Phosphatase-Inhibitor-Cocktails werden ausgewählt, um Serin/Threonin- und Tyrosin-Phosphorylierungszustände zu erhalten. Kombinierte Protease- und Phosphatase-Inhibitorformulierungen werden ebenfalls häufig eingesetzt, wenn sowohl die Protein-Stabilität als auch der Phosphorylierungsstatus im gleichen Lysat erhalten werden müssen. Diese Reagenzien sind in verschiedenen praktischen Formaten erhältlich, darunter flüssige Cocktails, Tabletten, Kapseln und EDTA-freie Formulierungen, sodass Forscher die Hemmbedingungen an Anwendungen mit metallabhängigen Enzymen, Affinitätsreinigung oder Massenspektrometrie anpassen können. Eine sorgfältige Auswahl von Protease- und Phosphatase-Inhibitoren ist daher entscheidend für die Gewinnung hochwertiger Proteinproben und reproduzierbarer experimenteller Ergebnisse.

Häufige Inhibitor-Formate

  • Breit wirksame Protease-Inhibitor-Cocktails
  • Phosphatase-Inhibitor-Cocktails für phosphorylierte Proteine
  • Kombinierte Protease- und Phosphatase-Inhibitor-Mischungen
  • EDTA-freie Inhibitorformulierungen
  • Flüssige, Tabletten- oder Kapselformate für eine einfache Vorbereitung

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